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Don’t Say Yes

Summary:

I hear the preacher say, "Speak now or forever hold your peace."
There's the silence, there's my last chance
I stand up with shaky hands, all eyes on me
Horrified looks from everyone in the room
But I'm only looking at you

 

Kai heiratet und Julian muss irgendwie damit klarkommen. Als er dann Sophias beste Freundin Loreen kennenlernt, die ähnliche Gefühle für ihre beste Freundin hat, wie Jule für Kai, beschließen sie gemeinsam etwas zu unternehmen.

Notes:

Disclaimer:

Diese Geschichte ist rein fiktional. Sie basiert auf öffentlichen Persönlichkeiten, aber die Ereignisse, Handlungen und Dialoge sind frei erfunden. Die in dieser Geschichte dargestellten Charaktere entsprechen nicht den tatsächlichen Persönlichkeiten der abgebildeten Personen. Es wird nicht behauptet, dass die dargestellten Handlungen oder Worte den realen Personen zugeschrieben werden können.

This is all just fun and games und dessen bin ich mir sehr bewusst. Kai und Jule sind nur Freunde und ich unterstütze die Ehe von Sophia und Kai zu 100%, as should everyone, weil die einfach adorable sind.

Jetzt wo das geklärt ist: Viel Spaß!
- 🦔

Chapter Text

POV Jule

Manchmal fragte Jule sich wirklich, ob Kai das alles eigentlich ernst meinte. 

Schon die Neuigkeiten über die Verlobung mit Sophia hatten sich wie ein Stich direkt in sein Herz angefühlt und jetzt hatte Kai auch noch ernsthaft gefragt, ob Jule sein Trauzeuge sein will. Jule war sich ziemlich sicher, dass er gerade aussah wie ein Auto, aber Kai schien das nicht zu bemerken, denn er schaute Jule noch immer erwartungsvoll an. Irgendwie fühlte er sich ja auch geehrt, dass Kai ihn für diese wichtige Aufgabe ausgewählt hatte, wären da nur nicht seine Gefühle für Kai, die dem Ganzen einen bitteren Nachgeschmack verliehen. 

In einem anderen Universum hätte Julian sich sicher unfassbar darüber gefreut, aber nicht in diesem. In diesem hatte er absolut keine Ahnung, wie er darauf reagieren sollte. 

“Und?”, hakte Kai ungeduldig nach. 

“Ich weiß nicht, Mann. Bist du sicher, dass du mich als Trauzeuge willst? Nicht vielleicht deinen Bruder oder so?”, sagte Jule vorsichtig.

“Hä? Digga, Jule, glaubst du, ich würde dich fragen, wenn ich nicht dich wollen würde? Außerdem hast du doch auch mal gesagt, du würdest eher mich nehmen als Jannis.”

Da hatte Kai recht, das hatte Jule tatsächlich vor Jahren mal gesagt, aber auch nur weil er nicht in einem öffentlichen Video auf dem BVB Kanal einfach sagen konnte, dass er am liebsten Kai gestrichen hätte, weil er sich eigentlich wünschte, dass Kai die Person wäre, die er heiratet. Nicht nur in so einem Video konnte er das nicht sagen, sondern auch sonst konnte er das kaum jemandem sagen, schon gar nicht Kai, denn der war ja gerade dabei Sophia zu heiraten und tat seit er damals urplötzlich mit ihr zusammengekommen war so als wäre nie etwas zwischen ihnen gewesen. 

“Also?”, hakte Kai erneut nach. “Wenn du nicht willst, ist das auch in Ordnung.”

An seinem Gesichtsausdruck erkannte Jule, dass es das in Wahrheit nicht war. 

Also setzte er ein Lächeln auf und sagte: “Doch, natürlich. Ich bin sehr gerne dein Trauzeuge.” Wie konnte er Kai auch irgendetwas abschlagen?

“Wirklich?”, fragte Kai strahlend. “Ich hab mir echt kurz Sorgen gemacht, dass du nein sagst, ey.”

“Dazu der Trauzeuge meines besten Freundes zu sein? Niemals Digga.”

“Zum Glück, ehrlich gesagt, hatte ich mir nämlich noch keinen Plan B überlegt”, gab Kai zu. “Oh und Loreen wird übrigens Sophs Trauzeugin, dann wird es jetzt dringend Zeit, dass ihr euch auch mal kennenlernt.”

Loreen war Sophias beste Freundin und Kai verstand sich auch sehr gut mit ihr. Jule hatte schon viel von ihr gehört, aber zu einem Treffen war es noch nie gekommen.

“Ich glaube, ihr werdet euch sehr gut verstehen”, erklärte Kai. Jule nickte nur und gab sich Mühe, begeistert zu wirken. “Sie ist übrigens Single”, fügte Kai mit einem Zwinkern hinzu. 

“Das ist aber schön für sie”, nickte Jule.

“Juleeeee, du weißt genau, was ich damit meine”, beschwerte sich Kai über seine Reaktion. 

Jule seufzte. 

“Ja, Kai, das weiß ich, aber ich habe kein Interesse. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Singleleben, okay? Was festes passt mir grade einfach nicht in den Kram.”

“Aber ihr würdet echt gut zusammen passen und ich glaube es würde dir gut tun, mal wieder eine Freundin zu haben”, protestierte Kai. Jule rollte nur genervt mit den Augen. Die wahren Gründe für seinen aktuellen Lebensstil, was das Thema ‘Liebe’ anging, würde er Kai natürlich nicht verraten, also sagte er einfach. “Schön, dass du dich um mich sorgst, Havy, aber ich weiß schon was ich tue” und wechselte das Thema.

 

 

“Und was gibt es bei dir Neues?”, fragte Jannis ein paar Tage später am Telefon, nachdem er fertig damit war, Jule zu erzählen, was bei ihm alles passiert war, seit sie sich das letzte Mal unterhalten hatten. 

“Kai hat mich gefragt, ob ich sein Trauzeuge sein will”, verkündete Jule so belanglos wie möglich. Er hatte viel darüber nachgedacht, wie er seinem Bruder davon erzählen sollte, immerhin war Jannis der einzige, der wusste, was das für Julian bedeutete. Letztendlich hatte er es für das Beste gehalten, einfach damit rauszurücken, als wäre es nichts Besonderes. Schließlich versuchte er ja gerade auch, sich selbst davon zu überzeugen, dass es ihm nichts aus machte. 

“Oh”, machte Jannis.

“Mhm”, antwortete Jule.

“Wie hat er reagiert, als du nein gesagt hast? Falls er noch wen Neues sucht, kann ich auch gerne einspringen. Also, wenn das für dich okay wäre. Ich glaube, ich wär ein super Trauzeuge.”

“Braucht er nicht, ich hab zugesagt”, gab Jule zu. 

“Warte was?”, fragte Jannis überrascht.

“Ich hab ihm zugesagt. Ich werde Kais Trauzeuge sein”, wiederholte Jule.

“Sorry Bro, aber Digga bist du dumm?”, brach es aus seinem jüngeren Bruder heraus. “Dich macht diese ganze Hochzeit Sache schon fertig seit Kai dir erzählt hat, dass er Sophia einen Antrag machen will und jetzt willst du sein Trauzeuge sein? Weißt du überhaupt was das bedeutet?” 

Jule seufzte. “Ja, ich weiß, aber…ach keine Ahnung, ich konnte einfach nicht nein sagen. Wenn Kai will, dass wir so tun, als wären wir einfach nur beste Freunde, dann gehört sowas eben dazu und ich muss wohl oder übel mitspielen, wie ich das schon immer tue.”

Manchmal fragte Jule sich, ob er sich das, was damals zwischen ihnen war, einfach nur eingebildet hatte, ob sie nie mehr gewesen waren, als beste Freunde, aber wenn er an die Zeit in Leverkusen zurück dachte, war er sich eigentlich ziemlich sicher, dass es nichts normales zwischen besten Freunden war, sich zu küssen und miteinander rumzumachen, sobald man unter sich war. Zumindest war Kai der einzige von Jules Freunden, mit dem er das je gemacht hatte.

Für Kai schien das aber keine große Sache gewesen zu sein, sonst wäre er ja nicht einfach mit Soph zusammengekommen und hätte sich Jule gegenüber so verhalten, als wäre das alles nie passiert. Darüber geredet, was zwischen ihnen war, hatten sie nie, also hatte Jule keinen blassen Schimmer, wie Kais Perspektive auf die Dinge war. 

Es war einfach immer passiert. 

Ganz hatte Julian die Hoffnung, dass Kai seine Gefühle doch erwiderte, nie aufgegeben. Nicht, wenn Kai ihn immer wieder so anschaute und ihn berührte, auf eine Art, die ihn an ihre gemeinsame Zeit erinnerte und ihn Dinge fühlen ließ, die er so sehr versuchte zu verdrängen. Aber dann hatte Kai ihm die Verlobung verkündet und Julian musste sich eingestehen, dass alles, was in den letzten Jahren von Kai ausging, wohl nie mehr als freundschaftlich gemeint war. 

Es war nicht so, dass Jule sich nicht für seinen besten Freund freute, alles was er wollte war, dass Kai glücklich war und wenn er das mit Soph war, dann musste Jule das akzeptieren, immerhin mochte er sie auch sehr gerne, aber trotz alledem, war etwas in ihm zerbrochen, als Kai ihm die Nachricht überbracht hatte. 

“Ich weiß, dass du das nicht hören willst Julian, aber ich bin jetzt mal ehrlich mit dir, okay?”, riss Jannis Jule aus seinen Gedanken. “Du spielst da schon lange genug mit und es tut dir nicht gut. Hast du schonmal darüber nachgedacht, mit Kai darüber zu reden?”

“Nein”, entgegnete Jule schnell. Klar darüber nachgedacht hatte er schon oft genug, aber mit Kai über diese Sache zu reden war keine Option. Das letzte Mal, als Jule das versucht hatte, hatte damit geendet, dass Kai ihm nach ein paar Tagen Funkstille erzählt hatte, dass er jetzt in einer Beziehung mit Sophia war. Also nein, er würde ganz bestimmt nicht mit Kai über seine Gefühle reden. 

“Das ist beängstigend und sehr viel leichter gesagt als getan, ich weiß Jule, aber ich bin mir sicher, Kai würde das verstehen, eure Freundschaft bedeutet ihm doch genauso viel und es würde dir ganz bestimmt gut tun, das endlich mit ihm zu klären. Ich schaue mir das jetzt wirklich schon lange genug an. Wenn du mit ihm darüber sprichst, kannst du vielleicht endlich damit abschließen und einen richtigen Neuanfang haben”, redete Jannis auf ihn ein. 

Jule wusste genau, worauf er anspielte. In den letzten Jahren, seit das mit Kai vorbei war, hatte er nicht nur eine Beziehung gehabt, die daran gescheitert war, dass er sich einfach nicht richtig darauf einlassen konnte, weil er immer noch an Kai hing. 

Mittlerweile hatte Julian feste Beziehungen also aufgegeben und hatte hier und da mal etwas lockeres am laufen, wovon er sich insgeheim erhoffte, dass es ihm irgendwie dabei helfen würde, über seinen besten Freund hinwegzukommen. Bisher hatte dieser Plan jedoch reichlich wenig Früchte getragen, aber zumindest half es ihm manchmal wenigstens für einen Moment, Kai zu vergessen. Die Betonung lag dabei auf manchmal.

“Ich bin mir nicht sicher, ob du die richtige Person bist um mir Beziehungstipps zu geben, du hängst doch selber noch an deiner Ex”, fuhr Jule seinen Bruder abwehrend an. 

“Bro, chill mal. Ich versuche nur dir zu helfen, kein Grund mich gleich anzugreifen. Wenn du nicht mit Kai reden willst, dann lass es eben.”

Jule wusste, dass Jannis es nicht böse meinte und dass er wahrscheinlich sogar recht hatte, aber wenn es um Kai ging, war er einfach empfindlich. 

 

 

Irgendwann innerhalb der nächsten Woche bekam Julian eine Nachricht von Kai, der ihn darüber informierte, dass Loreen gerade aus Arbeitsgründen in Deutschland war und sie sich doch treffen sollten. Er wusste, dass Kai damit mehr “geht auf ein Date” als “lernt euch kennen, um zusammen euren Trauzeugen Aufgaben nachzugehen” meinte und das verdarb Jule gleich ein bisschen die Lust. Dennoch war er gespannt Loreen kennenzulernen, denn von dem, was er bisher von ihr gehört hatte, könnte Kai recht damit haben, dass sie sich gut verstehen würden. 

Also schrieb Jule die Nummer, die Kai ihm gegeben hatte an und verabredete sich mit Loreen für den nächsten Tag nach dem Training.