Chapter Text
» Wir verlieren ihn!« rief einer der Ärzte. Scheiße. Alle Geräte piepen laut. Sein Herz hört auf zu schlagen.
Ich drücke mich zwischen die Ärzte.
» Hey! Dr. Hara. Was machen sie den?«
» Er stirbt wenn wir nichts tun.« rief ich etwas lauter, aber dennoch ruhig.
Ich nehme eine Pinzette und versuche über das ganze Blut hinweg zu schauen.
Das Blut quoll aus der Wunde.
» Das Blut muss weg!« rief ich aufgebracht.
Sie wischen es weg und ich suche in der nun sauberen Wunde nach der Patrone. Wenn man sie jetzt nicht findet dann stirbt der Patient.
Piep~ Herzstillstand..
Schnell suche ich weiter nach der Patrone.
Eine Minute ist um. Dann spüre ich das Metall. Schnell ziehe ich die Patrone heraus und lege sie auf ein Tablet.
Sogar sein Herz schlägt wieder, schwach aber es schlägt.
Ich atme schwer aus. Ein Glück er lebt noch.
Vorsichtig nähe ich die Wunde zu.
» Der Patient ist stabil. « kommt die Stimme eines anderen Arztes.
Ich nicke leicht und lege die Nadel und den Faden weg.
» Gut wir bringen ihn jetzt auf sein Zimmer. Falls er aufwacht werde ich ihm erklären wie es weiter geht. «
Alle Ärzte nicken. Fast alle.
» Warum du?« Ich ziehe leicht eine Augenbraue hoch.
» Dr. Nishimura, ich bin sein Arzt. Was offensichtlich bedeutet das ich mich um ihn kümmere. « erwidere ich ohne jegliche Emotionen.
Er nickt nur skeptisch.
Was ein komischer Typ.
Ich verbeuge mich leicht und verlasse den Raum. Kaum bin ich raus, ziehe ich die blutigen Handschuhe aus und schmeiße sie weg.
Mit Händen in den Taschen meines Kittels gehe ich zu meinem Spind. Feierabend.
***
Langsam, mit Klemmbrett unterm Arm, laufe ich auf meinen Patient zu. Welcher sich gerade leicht versucht aufzusetzen. Gegenüber von mir ist ein Anderer Doktor, welcher mir nicht bekannt ist, und spricht mit seinem Patient.
» Es wäre besser wenn sie liegenbleiben. Sie haben gerade eine Op hinter sich. In der Sie ungefähr eine Minute einen Herzstillstand hatten. Sie sollten es langsam an gehen, Herr..« Sein Name war mir unbekannt.
» Takashi. Takashi Okamoto . « Ich nicke leicht und notiere mir seinen Namen.
» Na gut Herr Okamoto. Sie sollten sich jetzt ausruhen und nicht viel bewegen. Sonst könnte sich die Naht öffnen. «
Er nickt mir leicht zu. » Aber was meinen sie mit Einer Minute Herzstillstand?«
» Wie gesagt haben sie eine Op hinter sich. Sie hatten eine Patrone in ihrem Brustkorb, auf der linken Seite, etwa knapp neben dem Herzen. Da die Ärzte, die eigentlich die Op durchführen sollten, es nicht schafften ihnen die Patrone zu entnehmen blieb ihr Herz stehen. Ich konnte die Patrone nach einer Minute finden und entnehmen. Kurz danach schlug ihr Herz wieder.«
Er lächelt schwach.
» Sie haben mir das Leben gerettet. «
» Das ist mein Job. « meine ich professionell.
» Falls sie Schmerzen haben rufen sie mich. Jedoch die Schmerzen an sich sind normal trotzdem sagen sie lieber Bescheid.« Ich verbeuge mich leicht. Er nickt.
» Danke. «
» Es ist mein Job. « wiederhole ich mich nur und drehe mich um, um das Zimmer zu verlassen.
Ein leicht stechender Blick verfolgt mich.
Ich laufe zum Empfang und lege mein Klemmbrett auf dieses.
» So Miss Uchida. Ich mache für heute Schluss. Der Patient ist stabil. Sollte sich irgendetwas an seinem Verhalten ändern sagen sie mir bitte Bescheid ich werde sofort zum Krankenhaus kommen. « sie nickt und tippt auf ihrer Tastatur vom Computer herum.
Ich verbeuge mich kurz. » Gut bis morgen. « Sie nickt mir leicht zu. » Ja bis morgen Dr. Hara.
Ich verlasse schnellen Schrittes das Krankenhaus und war schon auf dem Weg nach Hause als ich merkte das ich noch was besorgen muss. Leicht genervt stöhne ich auf und schaue kurz in den Himmel.
Dann drehe ich um und laufe Richtung Einkaufsladen. Gerade als ich den Zebrastreifen überquert habe rennen drei Jungs über die Straße, schreiend. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und schaue sie leicht skeptisch an.
Wie kindisch einer der drei Jungs war huckepack auf den Schultern des mit blonden kurzen Haaren. Lachend rannten sie über die Straße. Mitten auf dieser ließ er ihn runter und sie rannten weiter. » Scheiße!«
Sie rennen schreiend vor einem Auto weg.
Mich anrempelnd rennen sie in ein Gebäude. Da ich sie so beobachtet habe ist mir das riesige Feuerwerk am Himmel nicht aufgefallen.
Feuerwerk? Am helllichtem Tag.
Weiter konnte ich nicht denken. Kaum habe ich geblinzelt waren plötzlich alle weg. Niemand war hier.
