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Und der heißt wirklich Kenny?

Summary:

Das Gespräch zwischen Franz Leitmayr und Kalli in Charlie im Auto (ich wusste weder beim Schreiben noch jetzt leider weswegen die beiden da zuzweit alleine im Auto saßen, und hatte auch gar kein Bock des nach zu schauen), aber in meiner Version.

Ich hab so nh Story hier schon mal gelesen, und dann mal meine Gedanken dazu frei gelassen.

Notes:

Des ist meine erste Story hier (versteh die Hälfte der Sachen die ich hier angeben muss tatsächlich nicht), also naja, viel Spaß ig.

Schreibfehler und Grammatik Fehler sind garantiert, könnt ihr gerne behalten wenn ihr sie findet.

Bayerisch hab ich das Gespräch nicht geschrieben aber hier und da ein wenig versucht.

Work Text:

„Bist eigentlich noch mit der Dings, wie heißt sie noch gleich?“ Franz schloss die Augen und schien in seinem Kopf nach einem bestimmten Namen zu suchen, „mit der Kathi zusammen?“ fragte er schließlich und drehte seinen Kopf, der an der schwarzen Kopflehne lag, ein wenig zu kalli „ mit der Kathi? Na schon seit 2 Jahren nicht mehr“ winkte kalli ab, die Trennung schmerzte schon lange nicht mehr, hatte sie glaub ich nie so wirklich, sie hatten beide ja einfach gemerkt das des nicht funktioniert als Liebespaar, sie sind deutlich bessere Freunde finden sie, außerdem stand er ihr so auch nicht mehr bei der Kinderplanung im Weg, und kalli konnte endlich den lustigen Patenonkel spielen.

„Sie hat sogar schon a Kind“ meinte er noch hinterher mit einem leichten Lächeln „a Scheiße“ murmelte Franz leise und drehte sein Kopf wieder Richtung Fenster „ach was, hab ja wen“ meinte kalli schulterzuckend und strich mit den Fingern neben bei über die innen Einkleidung der Tür um sich mit irgendwas zu beschäftigen neben bei, weil ihn jetzt nach dem er es schon gesagt hat erst die ganzen Bedenken überrollten.

Wenn Franz jetzt weiter nachfragt, lügen? Auf gar kein Fall

Also die Wahrheit, was ist überhaupt die Wahrheit? Na Kenny ist die Wahrheit.

Aber was, wenn dann die Stimmung komisch ist? Klar weder Ivo noch Franz haben jemals aktiv homophobe Bemerkungen gemacht oder ähnliches, zumindest nicht in seiner Gegenwart, trotzdem waren sie immer noch alte Weiß Männer aus Bayern, da wäre es nicht so abwegig das eventuell einfach ein paar Vorurteile oder Internalisierte Homophobie ausgeprägt sind.

Und kalli möchte auf keinen Fall das sein privat Leben die Berufs Beziehung zwischen franz, Ivo und ihm beeinflusst, Moment, Ivo kann er ja eigentlich rausstreichen, der muss ja davon gar nix erfahren, obwohl franz es ihm bestimmt sowieso erzählen würde, die erzählen sich ja sowieso immer alles, und sind trotzdem irgendwie schlecht im kommunizieren.

„Wen hast du denn?“ fragte Franz mitten in Kallis nicht enden wollende Gedankenspirale hinein, ja Kalli, wen hast du?

„Den Kenny“

Die Fingernägel von Kalli versinken im weichen Leder des Lenkrads, sein Blick festigte sich ein wenig auf dem Schotterweg, an dem der Dienstwagen stand.

„Den Kenny“ murmelte Franz,

„Und wer ist der Kenny?“ fragte Franz weiter, jetzt den Blick wieder leicht in kallis Richtung gedreht, „Hab ihn in einem Fall kennengelernt“ fing Kalli an, sofort zog Franz die Augenbrauen ein wenig hoch, auch wenn er wenig dagegen sagen könnte, war ja auch kein unschuldiger in dieser Hinsicht „also er war jetzt kein verdächtiger oder so, nicht mal wirklich Zeuge!“ rechtfertigte kalli sich sofort und schaute jetzt doch kurz nervös zu Franz, wendete den Blick aber sofort wieder ab als er realisierte dass Franz ihn jetzt wirklich anschaute.

„beim Fall, der mit dem Hackl“ fing Kalli jetzt wieder an zu erzählen, „da war ja am Tatort dieses Fitnessstudio, und der Kenny arbeitet da“ sagte er, seine Fingernägel waren zwar nicht mehr im Leder Vergraben, stattdessen strich er jetzt die ganze Zeit mit seinem Daumen über die Dunkle naht an der Innenseite des Lenkrads.

„Und da hast ganz professionell a Befragung durch geführt?“ fragte Franz offenbar amüsiert, amüsiert.

Nicht schockiert

Nicht angeekelt

Nicht fassungslos

Nicht erschüttert

Nicht wütend

Nicht sauer

Amüsiert.

„Natürlich“ meinte kalli und überlegte kurz wie viel er eigentlich erzählen soll, die beste Option ist aber wahrscheinlich einfach alles nötige erzählen damit Franz Ruhe gibt und nicht immer weiter Nachfragen stellen kann.

„Und dann hab ich ihm gerade eine Karte geben wollen, da hat er mir schon seine zugeschoben“ sagte Kalli schließlich noch, konnte jetzt selber ein amüsiertes grinsen nicht unterdrücken wenn er dran dachte wie überfordert er damals in diesem Gym vor sich hin Gestammelt hatte.

„der Fall mit dem Hackl is doch scho fast 2 Jahre her“ stellte Franz fest „hm“ Kalli nickte leicht, und stelle dabei fest das er absolut keine Ahnung hat wann er und Kenny genau zusammen gekommen sind, „warum du uns denn nie was gesagt Mensch?“ Kalli senkte sein Blick ein kleines wenig, jetzt ersetzte Enttäuschung den amüsierten Ton den Franz bis eben noch gehabt hatte.

Enttäuscht und auch ein wenig anklagend klang er.

„das Thema kam ja nie so wirklich auf“ versuchte Kalli das einfach schnell abzuwickeln um nicht wirklich antworten zu müssen „a schmarrn! Du hast es absichtlich verheimlicht“.

Kalli beobachtete, wie seine Fingernägel sich wieder in dem dunklen Leder des Lenkrads versinken, schade um das Leder, aber lieber das Leder als wieder seine Arme, die bis vor paar Jahren noch regelmäßig für solche Momente oder Gefühle herhalten mussten.

„Bist doch nicht erst seit Gestern bei der Polizei, wie viele Schwule Kollegen hattest bisher?“

Es herrschte unangenehme Stille im Auto, Franz weil er sich sofort schuldig fühlte den Kalli so angegangen zu sein, schließlich schuldete dieser ihm keine Rechenschaft, wenn sein junger Kollege was verheimlicht, dann meistens mit gutem Grund.

Kalli weil er selbst bei seiner Frage sofort ins grübeln kam, wie viele Leute mit denen Kalli damals auf der Polizeischule war, auf diese Frage mit mindestem >einem< Antworten müssten, nur weil Kalli damals zu Naiv und definitiv zu gutgläubig gewesen war, und irgendwann mal beiläufig seinen Ex Freund erwähnt hat.

Und dann fing das alles plötzlich an, die dummen Sprüche, dass Typen vermieden haben, mit ihm zu trainieren, sich nicht mehr in seiner Gegenwart umgezogen haben, und wenn nur mit dummen Sprüchen in seine Richtung, dass er nicht so glotzen soll und ähnliches.

Das war dann ziemlich schnell ein Selbstläufer, keiner wollte der sein der mit dem Schwulen befreundet ist, und wenn dann mal einer mit dem Kalli was zusammen machte, dann war das spätesten vorbei wenn die ersten Gerüchte jeweils umgingen das sie was gehabt hätten, das wollte Sich keiner geben, und kalli konnte es sogar verstehen.

Er selbst hatte ja regelmäßig überlegt einfach aufzuhören, seinen Traum einfach in die Tonne zu kloppen und irgendwas anderes zu machen.

Diese Gedanken und Überlegungen waren präsent in seinem Hinterkopf, lauerten nur förmlich darauf, dass sie endlich wieder bestärkt werden.

Und langsam aber sicher hatte dr geglaubt, dass Leute wie er einfach nicht zur Polizei gehörten.

Das hatte sich dann nach der Polizeischule auch nicht
Einfach in Luft aufgelöst diese Angst, eher im Gegenteil, sie hatte sich immer mehr in ihm festgesetzt, er hatte die Kathi kennengelernt, sich eingeredet er könnte das, er könnte es einfach so leben wie alle anderen auch, mit einer Frau, heiraten, Kinder bekommen, und fertig.
Er dachte, er müsse sich damit einfach zufriedengeben.

Dadurch hatte sich jahrelang ein riesiger Druck aufgebaut, der nicht mehr aufzuhören schien, auch nicht mit seiner Stelle im Präsidium mit Ivo und Franz.

Die ganze Zeit hatte er ständig bei jeder Kleinigkeit überlegt ob es >schwul< rüber kommt, ob sie was vermuten, ob irgendwelche Gerüchte von der Polizeischule doch nicht mit dem verlassen dieser gestorben waren.

„Dachtest du echt ich oder der Ivo gehören zu diesen Polizisten?“

 

Franz Klang wieder deutlich ruhiger aber auch definitiv ein wenig verletzt, irgendwie ja auch verständlich, es war ja dann doch nicht so als ob Kalli es einfach nie erzählt hat, nein er hatte es aktiv verheimlicht, mit kleinen Notlügen hier und da, hatte teils noch Wochen nach der Trennung von der Kathi, sie als Alibi genommen wenn Kollegen gefragt haben ob er eine Freundin hat.

Selbst beim Franz und Ivo konnte er sich auf jeden Fall an ein paar Situationen erinnern, wo er gelogen hat, in dieser Hinsicht einfach, um nicht weiter drüber reden zu müssen, einfach um genau solche Situationen zu umgehen.

„Ich weiß es nicht“ gestand Kalli schließlich einfach ehrlich, weil es stimmt, klar hatten die beiden ihm nie aktiv Grund gegeben zu glauben er könnte ihnen in dieser Hinsicht nicht vertrauen, trotzdem blieb seine Sorge und Angst einfach immer weiter beständig, und er wollte sein Glück welches er mit der Stelle hatte einfach nicht aufs Spiel setzen.

„Kalli“ sagte Franz unfassbar leise, eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Sorge, und auch ein wenig Verständnis war klar rauszuhören, „weder ich noch Ivo haben irgendwie ein Problem mit deiner Sexualität“ sagte er ruhig und kalli spürte den Blick des älteren Kommissars auf sich ruhen.

„Na ich weiß ja“ murmelte kalli und knibbelte ein wenig an seinen Fingernägeln rum, vergrub immer mal wieder seinen Nagel härter als nötig in seiner Fleisch, um irgendwie im hier und jetzt zu bleiben, sich nicht wieder in den ewigen Gedanken Spiralen zu verlieren, sich nicht schon wieder in die Polizeischule zurück zu erinnern, nicht schon wieder so reinsteigern in die schlechten Erinnerungen.

„Is trotzdem nicht immer so leicht sowas zu erzählen“ hing Kalli schließlich noch hinten dran, er hatte einfach das Bedürfnis, sich zu erklären, zu erklären warum er gelogen hat, es verheimlicht hat, „hast mit Kollegen schlechte Erfahrungen gemacht?“ fragte Franz weiter, den Blick kurz auf kallis Hände gerichtet ehe er den Blick wieder auf den Dunklen schotterweg den Militärs Gelände richtete, „Polizeischule“ sagte Kalli nur leise, als wäre alleine das Wort schon gefährlich für ihn, war es vielleicht auch.

Franz lachte trocken auf „ja das kann ich mir vorstellen“ sagte er und kalli schielte kurz zu seinem Kollegen rüber, der leicht den Kopf schüttelte, „aber jetzt bei uns im Präsidium?“ fragte er noch mal Nach, Kalli schüttelte den Kopf „ne, es weiß dort aber auch keiner“ fügte er noch hinzu und schaute jetzt das erste Mal so richtig zu Franz, ohne sofort seinen Blick wieder abzuwenden „und es wär mir lieb wenn es so bleibt“ er versuchte überzeugt zu klingen, feste Stimme und so, allerdings hörte er sich unheimlich unsicher und bittend an, vielleicht klang seine Stimme sogar bisschen belegt, Franz musterte seinen jungen Kollegen für einen kurzen Moment ehe er Nickt „is doch logisch kalli“ meinte Franz und automatisch entspannte kalli sich wenigstens so ein bisschen.

„Ich sag’s nicht mal dem Ivo“ meinte Franz und jetzt bildete sich auf kallis Gesicht kurz ein leichtes grinsen, ja na dann „na dem kannst es schon sagen, wenn dir sicher bist das-” Franz fiel ihm ruhig aber bestimmt ins Wort und hob dabei leicht die Hand „Kalli, ich würd nicht so mit Ivo arbeiten wenn der irgendwie mit sowas nh Problem hätte“ versicherte er ihm „jeder Polizist der mit solchen Sachen nh Problem hat ist komplett fehl in seinem Beruf“ sagte er noch und schaute kalli aufmunternd an „na ich weiß, trotzdem gibt es sie nunmal, ich will einfach nicht das-” er zögerte, ja was? Er will einfach nicht das Leute wissen das schwul ist, und das nicht weil er sich für Kenny oder ihre Beziehung schämte, nicht weil er selber was gegen einen schwulen Kollegen hätte, nein, aber er möchte das einfach nicht sein, er möchte nicht >der Schwule< im Präsidium sein, er will einfach nicht drauf reduziert werden, er hatte ja jetzt schon teilweise Probleme sich durch zu setzen bei manchen Situationen weil Leute ihn nicht ernstnahmen, wollte gar nicht wissen wie das wird wenn auch noch rumgeht das er auf Männer steht, vor allem bei den älteren Kollegen.

„ich will einfach nicht darauf reduziert werden“ sagte er schließlich schulterzuckend, „hmm“ nickte Franz leicht „na verständlich“ sagte er noch mit einem leichten Schulterzucken begleitet.

„Kannst uns den Kenny ja mal vorstellen“

Verwirrt schaute Kalli zu Franz Rüber, definitiv überrascht wo das jetzt her kommt, Franz lachte leicht auf „na schau nicht so, müssen doch wissen ob dir nh vernünftigen Kerl angelacht hast“ meinte er lachend und kalli schaute wieder nach vorne auf den Schotter Kies weg ehe er sein Kopf schwer gegen die Lehne fallen ließ und einfach kurz leicht lachend durch atmete, und bei dem Typen hatte er Angst gehabt er könnte was dagegen haben, unfassbar.

„Ich kann schon auf mich selber aufpassen“ meinte kalli schließlich und konnte ein grinsen noch immer nicht unterdrücken, „na ich weiß ja schon, bist a großer Junge“ winkte Franz ab, immer noch leicht lachend „aber trotzdem würd ich den schon gerne mal kennen lernen, den Kenny“ meinte er und musterte kalli von der Seite „heißt der ernsthaft Kenny?“ fragte Franz fassungslos nach als würde ihm der Name jetzt erst so richtig auffallen, jetzt musste kalli endgültig lachen, „na was ist das denn für a Name“ meinte Franz Fassungslos lachend während Kalli irgendwie versuchte sich wieder unter Kontrolle zu bringen.

Franz lachte schließlich auch mit, beobachtete dabei aber einfach sein jüngeren Kollegen, es tat gut kalli mal wieder so lachen zu sehen, so richtig lachen, nicht nur bisschen schmunzeln über nh Spruch von ihm oder dem ivo, sondern so richtig frei lachen einfach, der jüngere Polizist hatte vor allem im Präsidium manchmal so eine ernste Fassade, das Franz manchmal wirklich gehofft hat das der kalli wen zuhause hat damit er daheim nicht auch so vor sich hin sauert wie so manch andere Kollegen, auch wenn die Person zu Hause Kenny heißt.

A deppert Namen wenn du ihn allerdings fragst.

„‚na der heißt wirklich so“ lachte Kalli und schien sich jetzt endlich auch mal wieder gesammelt und im Griff zu haben, „wie kamst du eigentlich zu kalli?“ fragte Franz „war cooler als Karl“ meinte er schulterzuckend „vor allem cooler als Karl-Heinz“ fügte er noch hinzu „na das glaub ich dir“ meinte Franz „aber kalli is gut“ sagte er „besser als Kenny“ fügte Franz grinsend hinzu was sofort dafür sorgte das der kalli wieder kurz auflachte und sein Gesicht in den Händen vergrub um sein Lachen zu dämpfen.

„Hab den Spitznamen irgendwann halt bekommen, und dann hat sich des irgendwie so verselbstständigt, kennst du doch leiti“ meinte kalli und sofort verdrehte Franz die Augen „frech wirst du langsam“ meinte er auf den alten Spitznamen bezogen, „hätten beim Siezen bleiben sollen, weißt schon Herr leitmayr oder noch nh schönes Kriminalhauptkommissar leitmayr“ Franz machte eine ausschweifende Handbewegung und kalli grinste „na jetzt fang ich da nicht wieder mit an, ihr habt mich doch auch nie gesiezt“ meinte kalli und schaute zum Franz „na so weit kommts doch noch, das ich dich Siez, hast doch damals noch bei deiner Mutti gewohnt“ kam es sofort vom Franz.