Actions

Work Header

Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 1 of Sommerchallenge 2026
Collections:
120_minuten - Sommerchallenge 2026 - Collection
Stats:
Published:
2026-07-01
Words:
728
Chapters:
1/1
Comments:
4
Kudos:
14
Hits:
98

Überraschung

Summary:

Thiel hat eine Überraschung für Boerne geplant, der kommt damit aber nicht so gut klar

Notes:

Warnings: No warnings
Sprache: Deutsch
Team: Triceratops
Prompt: Hurt/Comfort, "Sag mir die Wahrheit." (für mich)
Fandom: Tatort Münster
Charaktere: Frank Thiel, Karl-Friedrich Boerne
Relationship: Frank Thiel/Karl-Friedrich Boerne
Rating: Teen and up
Länge: 728 Wörter
Zeit: ~30 min

 

Ich hatte die Idee schon länger, eigentlich durch den Promptund hab den Beginn der Challenge genutzt, um das endlich mal zu schreiben.

Work Text:

Boerne hatte nicht aufgehört zu stochern, hatte immer wieder nachgefragt, was Thiel machte. Er konnte es nicht ertragen, nicht alles zu wissen. Er war da wie ein kleines Kind.

"Mit wem schreibst du schon wieder?" fragte Boerne und versuchte auf Thiels Handy zu linsen, Thiel sperrte sein Handy sofort und legte es hin.

"Mit Lukas", log er also, das war das erste, das ihm einfiel, hatte er jetzt schon mehrfach gesagt.

"Glaub ich dir nicht", sagte Boerne, er presste seine Lippen aufeinander. "Sag mir die Wahrheit, mit wem schreibst du? In letzter Zeit immer wieder, wenn du eine Nachricht bekommst greifst du immer sofort nach deinem Handy, das hast du sonst nie gemacht. Gibt es jemand anders?" Thiel konnte sehen, dass es Boerne weh tat, die Vermutung zu äußern und es tat Thiel weh, dass Boerne glaubte, er würde ihn jemals betrügen.

"Glaubst du das ernsthaft?" fragte Thiel und stand vom Sofa auf, Boerne stand ebenfalls auf und sie starrten sich an.

"Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll!" Boerne war jetzt etwas lauter geworden.

"Ich kann nicht glauben, dass du ernsthaft denkst, ich würde dir jemals fremd gehen!" Thiel war nochmal deutlich lauter und er war jetzt verdammt sauer. Er riss sich hier den Arsch auf, diskutierte ständig mit irgendwelchen Leuten auf Kleinanzeigen, viele davon versuchten ganz offensichtlich, ihn übers Ohr zu hauen und Boerne unterstellte ihm sowas, als ob er Boerne nicht über alles liebte.

"Was soll ich denn sonst denken? Hm? Ständig schreibst du mit jemanden und versuchst mir irgendwas zu verheimlichen."

Thiel seufzte, er griff nach seinem Handy, entsperrte es und hielt es Boerne hin, der es nahm und sofort zu lesen begann.

"Geh zurück und schau dir die anderen Chats an", sagte er noch. Er sah, wie Boerne tippte und scrollte. Jeder einzelne Eintrag war ein Chat mit jemanden, der diese spezielle Wagner Platte anbot, die Boerne schon ewig haben wollte. Hatte er irgendwann mal erwähnt, dass die schwer zu kriegen war, limited edition und Thiel versuchte nun schon seit Wochen, eine zu kaufen, aber immer kam ihm jemand zuvor oder er war sicher, er schrieb mit einem Betrüger.

"Ich wollte dir eine Freude machen, wollte dich zu deinem Geburtstag überraschen, aber du kannst es nicht ertragen, wenn ich ein kleines Geheimnis vor dir habe."

Boerne sah auf, Thiel sah ihm an, dass es ihm leid tat, aber er war sauer.

"Ich… ich wusste nicht…"

"Das war der Gedanke dahinter, dass du es nicht weißt. Vertraust du mir so wenig? Denkst du wirklich dass ich dich betrügen, hintergehen würde? Nachdem wir so lange gebraucht haben um hier zu landen, nachdem ich dich so lange geliebt habe. Ich weiß, dass du den Menschen um dich oft nicht vertrauen konntest, aber ich dachte wir wären anders. Ich habe alles gemacht, damit du dich sicher fühlen kannst, du selbst zu sein und mir zu vertrauen. Das hier ist echt und kein Trick, um dich zu erwischen, wenn du nicht aufpasst. Ich liebe dich und ich tu mein Bestes, dir das zu zeigen, wann immer ich kann." War er am Anfang noch laut und wütend gewesen, war er zum Ende immer leiser geworden und ließ sich aufs Sofa fallen. Er sah zu Boerne auf, der jetzt ziemlich durch den Wind aussah. "Kannst gerne noch meine ganzen SMS und Chats lesen, wenn du mir sonst nicht vertraust", sagte er noch geschlagen. Es störte ihn ja im Prinzip nicht, wenn Boerne das las, aber das mangelnde Vertrauen, das hatte ihn schon verdammt getroffen.

Boerne schüttelte den Kopf und gab ihm das Handy zurück.

"Tut mir leid", flüsterte er und setzte sich neben Thiel. Thiel legte das Handy auf den Tisch. Boerne streckte die Hand nach ihm aus.

"Darf ich?" fragte er und ließ die Hand neben Thiels Schulter schweben. Thiel breitete seine Arme aus.

"Jetzt komm her", sagte er und Boerne fiel förmlich in seine Arme. "Vertraust du mir wirklich nicht?" fragte Thiel nochmal, er musste das wissen.

"Doch, aber… ich hab Angst dich zu verlieren."

Thiel strich Boerne über den Rücken. "Ich hab doch auch Angst, aber wenn wir einander nicht vertrauen, wie soll das hier funktionieren?" Boerne nickte langsam. Thiel strich Boerne durch die Haare. "Ich will niemand anderen, nur dich, okay?"

"Okay", flüsterte Boerne. "Ich will auch nur dich. Und danke, dass du das für mich machen wolltest." Thiel drückte einen Kuss auf Boernes Schläfe.

 

Series this work belongs to: