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Characters:
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Language:
Deutsch
Series:
Part 5 of ❤️🪐 Smallville Feiertage 🌎🦸‍♂️, Part 2 of 📝🎉 Jahreskalender ✍️🗓️
Stats:
Published:
2026-07-14
Words:
1,218
Chapters:
1/1
Hits:
13

Tag der Kuh

Summary:

Die Kents laden zum alljährlichen Tag der Kuh auf ihre Farm ein. Es gibt Trunk und Speis' und einen Wettbewerb, in dem die beste Kuh von allen gekürt wird.

Work Text:

Die Sonne schien fröhlich auf Smallville herunter und brutzelte ihre Köpfe – zum Glück waren überall festlich gestaltete Pavillons, drapiert in rot-gelbem Stoff, aufgestellt. Der Himmel erstreckte sich in einem strahlenden azurblau über die Ländereien, die Luft war klar und mit dezentem Blütenduft versetzt. Hier und da hörte man schon das tiefe brummende Muhen von den Kühen des Wettbewerbs...

Martha bestaunte das rot-gelbe Banner „Ehrentag der Kuh – Wettbewerb ab 2 Uhr“ anerkennend nickend. „Das hast du gut gemacht, Clark.“

Clark schüttelte den Kopf. „Das waren Chloe und Lois…“, lächelte er verlegen.

„Das dachte ich mir irgendwie schon…“, erwiderte sie verschmitzt grinsend.

„Mom!!“

„Deine Mutter ist halt sehr intelligent.“ Chloe trat hinter ihnen hervor und sah zum Banner hoch. „Natürlich waren das Lois und ich. Du hast uns den Auftrag gegeben, da du schnell wieder weg musstest. Weißt du noch?“

Clark fühlte sich dezent ertappt. „Ach ja…“ Er scharrte mit dem Schuh auf dem Boden herum. Kleine Staubwölkchen wirbelten nach oben.

„Mach dir nichts draus, Clark. Dafür hast du Menschen gerettet. Und das ist deine Aufgabe.“ Martha tätschelte ihm kurz den Rücken.

„Apropos Aufgabe, dein Vater will, dass du ihm kurz zur Hand gehst.“, sagte Chloe und nickte Richtung Scheune.

~

Auf dem Weg zum Schuppen bestaunte Clark Lois‘ Organisationskünste. Sein Blick wanderte von den Pavillons, über das sommerliche Buffet, bis hin zu den provisorischen Ställen, in denen später die Kühe reinkamen, damit die Jury sie anglotzen und begutachten konnte.

Clark hielt von solchen Wettbewerben nicht viel. Nach welchen Kriterien geht diese hiesige Jury denn? Messen die die Hörner oder wonach gehen die?

Kaum hatte Clark einen Fuß in die Scheune gesetzt, hörte er neben Muhen auch schon seinen Vater rufen: „Clark..!“

„Warte, ich helf dir kurz.“ Clark half ihm einen Heuballen hochzuheben.

"...eine Kuh ist ausgebüxst. Fang sie doch bitte wieder ein, Junge."

~

Ich verwette meine kryptonischen Superkräfte, dass Bertha weggelaufen ist… Seine Augen suchten die Umgebung ab, ein Hm… entwich seinen Lippen.

Hinter der Scheune nichts, am Wohnhaus Fehlanzeige… ist sie etwa schon so weit gekommen und aufs Feld gelaufen?

Im Sauseschritt erreichte er den Zaun, da sah er sie bereits.

Da bist du ja…, dachte Clark lächelnd und ging schnellen Schrittes auf sie zu. „Bertha, du bist das ja tatsächlich! Hätte ich mir ja denken können, dass du keine Lust auf den Wettbewerb hast. Ich um ehrlich zu sein auch ni-aaahh! Bertha, nicht, ich bin es, Clark!“

Bertha drehte sich langsam um, schnaubend. Ein grüner Schimmer durchzog ihre Augen, welche ihn auch sogleich fixierten.

Clark zuckte plötzlich zusammen und sah seine Hand an. Sie wurde rot und aderig. Ihm tat alles weh und seine Beine wurden zittrig. Je mehr sie sich nährte, desto mehr strahlte in seinem Inneren ein Schmerz überall hin aus.

Bertha wirkte panisch und wütend zugleich, soweit Clark das unter Zittern und Stöhnen beurteilen konnte.

"Mom... Dad...", keuchte er und sackte auf die Knie.

Erneut schnaubte Bertha, mit den Hufen scharrend und ihn mit psychotischen Augen anstarrend.

„Berthaaah… was… was ist los mit dir? Nicht..! Ich bin es, ClaaaAAAHHH!!“

Die Kuh hatte mittlerweile Fahrt aufgenommen und schoss wie ein geölter Blitz auf ihn zu. Mit geweiteten Augen sah er sein Unheil immer näher kommen bis er die dumpfen Hörner gegen seine Brust spürte und in die Luft gestoßen wurde. Im waagegerechten Steilflug prallte er gegen einen Baum. Blätter segelten auf ihn herab. Kaum eine Sekunde später hatte ihn die Kuh wieder anvisiert. "Mom..., Dad...", jaulte Clark erneut beinahe tonlos, sich die Brust haltend. „B…bertha, was ist denn los mit dir?“

Dann sah er das grüne Glimmen in ihren Augen.

„Kryptonit..?“ Clark klappte der Mund auf. „W-wie bist du denn an Kryptonit gekommen?“

Bertha antwortete mit einem weiteren Schnauben. Ihr Brustkorb hob und senkte sich rapide, sowie ihr massiver Kopf.

„Was machst du denn hier draußen, Smallville? Du solltest doch nur eine Kuh wieder einfa- Was ist denn hier los?“

„Lois, verschwinde! Die Kuh ist gefährlich…“, japste Clark und wollte schützend einen Arm vor ihr halten, doch sein Arm ging kaum nach oben.

„Und was dann? Dann bist du matsche… Nee, nee ich lass dich nicht das Schicksal eines Kuhunfalls werden, auch wenn das sicher eine Schlagzeile wert wäre…“ Kurz musste sie über ihren eigenen Ideenreichtum schmunzeln, als sie nicht mal eine Millisekunde später zur Seite springen musste. Mit einer gekonnten Rolle auf dem Boden war sie fast sofort wieder auf den Beinen.

Des Sergeants Training und Drill sei Dank.

„Ist das nicht Bertha? W-was ist mit ihr?“

„Sie hat Kryptonit zu sich genommen…“, raunte Clark unter Schmerzen.

Hastig und mit rasselndem Atem sah Lois sich hektisch um und fing plötzlich an wie wild mit den Armen zu wedeln. „Hier bin ich, Bertha! Komm zu mir! Na los! Hier bin ich!“

„Was… was machst du da, Lois? Mach… dass du wegkommst…“ Kaum versuchte Clark aufzustehen, ging er wie ein Sack Mehl wieder zu Boden und konnte nur noch mit ansehen, wie die Kuh Lois erneut ins Visier nahm und mit den Hufen auf den Boden scharte.

„Weg da, Lois…“ wollte Clark noch rufen, doch seine Stimme versagte. Mit weit aufgerissenen Augen musste er mit ansehen, wie das Tier mit einem Affenzahn auf sie lossprintete.

Lois!

Und Lois blieb einfach stehen. Clark klappte der Mund auf. „LOIS!“, brüllte er noch mit letzter Kraft und zuckte zusammen, als es einen lauten Rumms gab.

Lois war in letzter Sekunde weggesprungen und die Kuh war gegen einen Baum gerast. Ihre Hörner steckten im Stamm fest. Sie versuchte sich winselnd zu befreien, indem sie wie wild mit dem Kopf hin und her bockte und verängstigt und voller Panik muhte.

„Ich hol deinen Vater und noch ein paar andere Männer, die Bertha einfangen und zum Ausnüchtern in die Scheune bringen. Ihr wird es hoffentlich bald wieder gut gehen… Arme Bertha…“

~

„Lois, danke nochmal für die Rettung…“ Clark setzte sich zu seiner Freundin auf die Veranda und erstarrte direkt vor Schreck. „LOIS!“

„Es ist nicht so wie du denkst, Smallville…“

„Das… das ist meine Schuld. Ich hätte dich nie in so eine Gefahr bringen dürfen.“

„Hör mir doch erstmal zu, Clark! CLARK!“ Lois legte ihre linke – nicht verstauchte – Hand auf seine Schulter.

Sofort hörte er auf zu reden.

„Ich habe nachgeforscht, woher Bertha das Kryptonit her hatte.“

 „Du hast nachgeforscht? Wann das denn?“

„Eine gute Journalistin verrät nicht all ihre Geheimnisse, nicht wahr? Und was wäre ich für eine Journalistin, wenn ich nicht recherchiert hätte, Smallville? Du müsstest mich langsam kennen…“

Ein leises Sorry entwich Clarks Lippen. „Also?“

„Die Kuh musste das Kryptonit-Futter ja irgendwo gefunden haben, oder? Sonst wären die anderen Kühe in der Scheune ja auch durchgedreht, wenn ihr Futter auch verseucht gewesen wäre…“

„Draußen auf dem Feld gab es eine kleine unterirdische Ansammlung von Kryptonit, das muss ins frische Gras übergegangen sein…“

„Oh mein Gott! Das ganze Feld ist kontaminiert! Ich muss-“

„Du musst gar nichts, Clark. Alles längst erledigt. Was meinst du, woher ich die Verletzung habe?“ Sie wedelte mit ihrer verbundenen Hand vor seinem Gesicht herum.

„Du hast das Gestein beseitigt?“

„Na, dich konnte ich ja schwer darum bitten.“

„Danke…“, wisperte er und sah sie mit stolzem Blick an.

„Nicht dafür!“ Sie hauchte einem rot werdenden Clark einen Kuss auf die Wange. „Und jetzt komm, vielleicht kommen wir noch rechtzeitig zur Siegerehrung.“

Sie griff seine Hand.

„Bertha wird bestimmt nicht gewinnen…“

„Aber einen Ehrenplatz wird sie bekommen.“