Chapter Text
„Magier“, murmelt Tony Stark in seinem Ohr und fast übertönt das Kreischen der Antriebsdüsen seines Anzuges seinen genervten Tonfall.
„Wieso müssen es dauernd Magier sein?“
„Sei doch froh, dass er da ist“, meldet sich Wilson zu Wort. Er zieht über ihnen seine Kreise wie ein riesiger Rabe, scheinbar unbeschwert mit seinen gigantischen Flügeln.
„Nach allem, was ich von Cap gehört habe, hat Hörnchen euch das letzte Mal ganz schön den Arsch versohlt.“
Hörnchen sitzt in dem schwarzen Transporter in massiven Handfesseln, trägt einen Knebel, der sehr modern und eher wie ein Mundschutz aussieht (beeindruckende Technik von Asgard) und blickt finster in die Runde.
Natürlich haben sie ihm keinen Knopf für das Ohr gegeben, aber Stephen hat die leise Ahnung, dass er trotzdem entfernt mitbekommt, dass über ihn geredet wird.
Auf jeden Fall würde er es bevorzugen, wenn sie ihn bei seinem richtigen Namen nennen würden.
Loki, Gott des Chaos. Unruhestifter Nummer eins, im Moment umringt von seinem Bruder Thor, Scarlet Witch und Stephen.
„Erstens stimmt das nicht im Geringsten“, ereifert sich Stark empört,
„Und zweitens muss ich mit Steve dringend ein ernstes Wörtchen reden, was er Leuten erzählt, die sowas nichts angeht.“
Er grummelt leise.
„Ich bin sicher, dass wir diese Mission auch geschafft hätten ohne noch jemanden, der wichtigtuerisch mit den Händen wedelt.“
„Hey“, protestiert Wanda leise.
Stephen schlägt die Beine übereinander und spürt, wie sich sein rechter Mundwinkel spöttisch verzieht;
„Mach dir nichts draus, du warst nicht gemeint.“
Er lehnt sich zurück und tippt mit einem Finger gegen den Knopf in seinem Ohr;
„Wie war das nochmal? Er ist euch damals entwischt und bis ihr ihn hattet, war halb New York zerstört? Das klingt nach einer unglaublichen Erfolgsstory.“
Für den Bruchteil einer Sekunde verengen sich Lokis Augen vor ihm. Auch wenn man seinen Mund nicht sieht, die Art, wie sich kleine Fältchen unter seinen Lider bilden, verrät nur zu gut, dass er lacht.
Stark stöhnt genervt in die Intercom.
„Leute, etwas Hilfe bitte? Clint?“
„Er hatte zwei Infinity Stones dabei“, sagt Clint unsichtbar aus dem Führerhäuschen vorne, aber er klingt, als hätte er in eine Zitrone gebissen.
„Und sämtliche Leute gehirngewaschen.“
Wie dich, will Stephen sagen, aber das wäre erstens unfair gegenüber Clint, der schwer in Ordnung ist und zweitens unnötige Genugtuung für Loki. Schlimm genug, dass der sich wie ein VIP fühlen darf.
„Streitet nicht“, mischt sich Thor ein. Er hat bis eben abwechselnd aus dem Fenster gesehen und mit den seinem Blick die Türen des Autos geprüft.
„Niemand von uns ist besser oder schlechter als die anderen.“
„Stimmt“, sagt Stark.
„Manche von uns haben nur das Mittelalter schon hinter uns gelassen.“
„Manche von uns müssten ihren Horizont erweitern“, entgegnet Stephen.
„Es kann ihnen nur helfen.“
„Ich komme darauf zurück, wenn ich mal Akupunktur verschrieben bekomme und deinen Hokuspokus brauche, Strange“, giftet Stark.
Es gibt so einiges, was Stephen entgegnen möchte. Allerdings kommt er nicht dazu, weil das Auto genau in diesem Moment in ein überwältigendes Erdbeben gerät. Erst fühlt es sich an, als würde es eine Rampe hinaufrattern, als würden sie gemeinsam in einer alten Loopingbahn sitzen. Dann kommt der Fall.
„Was zur-“, ruft Clint, aber er kommt nicht weiter.
Das Licht verschwindet vor dem Panzerglas der Fenster. Da ist Energie und sie saugt sie alle auf, als hätte irgendwer ein schwarzes Loch direkt auf der Straße geöffnet.
„Was passiert hier?“
Wanda sieht sich ängstlich um, aber an ihren Fingerspitzen glüht bereits kinetische Energie. Sie versucht, den Transporter unter Kontrolle zu bekommen.
Es geht alles zu schnell für Fragen und Antworten.
„Öffnet die Türen, um Gottes Willen!“, schreit Wilson über die Intercom und dann reißt er sie selbst auf, weil ihm offensichtlich klar geworden ist, dass man das nur von außen kann. Es gab eine ganze halbe Stunde Diskussion darüber, ob es sicherer ist, Loki in einen Transporter zu stecken, den man von innen öffnen kann oder eben nicht – und jetzt spielt es plötzlich keine Rolle mehr.
Das Wurmloch, in das sie schweben, ist so erschütternd, dass Stephen einen Moment keine Luft bekommt. Die Materie um sie herum ist nachtschwarz und einengend. Er kennt dieses Reich nicht. Durch das Wurmloch kann er die Straße in New York ausmachen, über die sie eben noch gefahren sind. Wilson fackelt nicht lange. Er streift den Wagen und reißt die Fahrertür auf, greift nach Clints Arm und zieht ihn an sich – der einzige von ihnen hier drin, der nicht fliegen oder sich teleportieren kann – und stößt sich mit ihm vermeintlich in die Tiefe. Seine Flügel klappen sich auf und er verschwindet durch das Wurmloch, beide Arme schützend um Hawkeye gelegt.
„Okay, was ist das hier?“, dröhnt Starks Stimme mechanisch durch das Nichts. Er schwebt neben dem Wagen und versucht, nach Wanda zu fassen, die gefährlich nah an den offenen Türen steht und ihre gesamte Energie darauf verwendet, den Wagen daran zu hindern, tiefer in das schwarze Nichts abzudriften.
„Was hat er getan? Was ist das für ein Spielchen?“
Loki sieht ihn mit einem vielsagenden und nicht sehr freundlichen Blick an, aber sein Bitchface kommt nicht ganz zur Geltung, weil Wanda die Kontrolle über das Fahrzeug verliert und Loki im nächsten Moment gegen die Wand knallt, Schläfenknochen voran.
Stephen kann es ihr nicht übelnehmen. Er spürt gewaltige kosmische Energien um sich herum, Kräfte, die den Transporter zum Trudeln bringen, als wäre er in einem Strudel gefangen. Es ist, als wäre Stephen in einem Orkan von Energien, die ihn davon abhalten, sich auf seine zu konzentrieren.
„Wir müssen hier weg“, japst Wanda. Sie ist totenbleich im Gesicht.
„Wir müssen....Tony!“
„Okay, okay!“ Er legt die Arme in seiner Rüstung um sie und hebt sie behutsam hoch, sackt dann aber ab. Die Schubdüsen an seinen Füßen flackern, stottern, dann machen sie spuckende Geräusche. Was nicht gut ist. Ganz und gar nicht. Bevor sie ins Nichts fallen, greift Thor nach beiden. Stephen springt hinzu und zerrt Wanda zurück in den Wagen.
„Leute, was macht ihr da so lange?“, hört er Wilson über die Intercom. Der Empfang ist so schlecht, dass man nur jede zweite Silbe versteht.
„Was auch immer das hier ist, es behindert sämtliche Technik“, gibt Stark zurück.
„Und Kräfte“, murmelt Wanda. Sie schaut auf ihre Hände, auf ihre verstummten Fingerspitzen.
„Meine nicht“, donnert Thor.
„Mjölnir wird uns nicht im Stich lassen! Dann trage ich euch alle einzeln zurück!“
Er umfasst Wanda und schwingt Mjölnir wie ein Cowboy für genügend Antrieb. Aber etwas stimmt nicht. Der Hammer klingt dumpf und müde.
„Tu das nicht“, warnt Stephen ihn.
„Wenn ihr fallt, dann-“
„Wir fallen nicht!“, ruft Thor und dann schwingt er sich in das Nichts.
Sie fallen nicht.
Sie sinken eher.
Es ist, als ob man dabei zusieht, wie ein fluguntüchtiger Jet startet und ins Wasser stürzt.
Verdammt. Verdammt, verdammt.
„Mjölnir!“ Thors Grollen gleitet durch den Raum und dann, als ob er sich seiner letzten Kraft bedient, zieht der Hammer ihn und Wanda durch die stockdüstere Dimension, hin zum Wurmloch. Es verschluckt die beiden. Nein, es spuckt sie aus.
Und dann – als hätte irgendjemand einen unsichtbaren Hebel betätigt – schließt es sich plötzlich.
Noch schiefer hätte ihr Gefangenentransport nicht laufen können.
–
„Ich bring ihn um!“
Stark wirft seinen Helm achtlos zur Seite. Schwer knallt das Metall auf den Boden des Transporters. Stephen ist noch damit beschäftigt, sich auf das Innere des Autos zu konzentrieren und nicht darauf, dass es sich noch immer um die eigene Achse dreht. In einem leeren, leblosen schwarzen Raum. Allein die spärlichen Lichter des Wagens – der Motor läuft noch immer – und die Stellen an Starks Anzug, die leuchten wie eine Reklame, lassen Stephen Umrisse erkennen.
Loki mutet an wie ein nasser Lappen, als Stark ihn am Kragen packt und hochzieht. Da ist Blut an seiner Schläfe, dort wo er gegen die Wand des Autos geknallt ist und er wirkt immer noch benommen. Ein normaler Sterblicher hätte jetzt mindestens eine schwere Gehirnerschütterung.
„Öffne das Portal wieder oder ich sorge dafür, dass du die längste Zeit Halbgott gewesen bist!“
„Stark“, probiert Stephen und kommt nicht weiter, weil er sich sonst in seinen Mund übergeben würde. Dass ihm schlecht und schwindlig wird davon, in sich drehenden Dingen zu sitzen, sollte eigentlich sein Geheimnis bleiben. Er hat immerhin einen Ruf zu verlieren.
„Na los!“, faucht Stark und schlägt mit seinem metallenen Handschuh auf die blutende Stelle an Lokis Schläfe. Stephen kann sehen, wie dieser vor Schmerz die Augen verdreht und für den Bruchteil einer Sekunde wieder in die Ohnmacht wegdriftet.
„Stark!“
Stephen stützt sich an der Autowand hinter ihm ab. Normalerweise würde ihm sein Umhang helfen, doch dieser scheint sich totzustellen. Er hängt nutzlos an ihm herab wie ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück.
„Wenn du ihn jetzt über den Jordan beförderst, hilft uns das gar nichts!“
„Ach, halt dich da raus“, erwidert Stark unbarmherzig.
„Du weißt doch gar nicht, wie viel der Bastard eigentlich aushält, der simuliert doch nur. Na los!“, fordert er Loki auf.
„Spuck's aus, wie hast du das gemacht?!“
„Ich will ja nichts sagen“, murmelt Stephen und versucht, einen Schritt von der Autowand wegzutun.
„Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hilft, wenn dein Widersacher nicht geknebelt ist, wenn du willst, dass er mit dir redet.“
Stark verdreht die Augen und schnalzt mit der Zunge.
„Eines Tages, Strange, das schwöre ich dir..!“
Aber er greift nach dem metallenen Knebel und reißt ihn Loki mit einem Ruck herunter statt sich weiter aufzuregen.
„Also los, Houdini.“ Er macht eine wedelnde Handbewegung.
„Mach deinen Trick rückgängig und ich versprech dir, du darfst deine Zähne behalten. Wenn du brav bist.“
Loki schnauft leise. Er öffnet den Mund und sieht aus, als müsste er seinen Unterkiefer richten.
Finster starrt er Stark an.
„Das war nicht ich“, sagt er schließlich.
Es ist das erste Mal, dass Stephen ihn wirklich sprechen hört. Loki Laufeyson, so hat er gelernt, lässt man besser nicht reden. Trickbetrüger wie er quatschen dich um Kopf und Kragen. Das ist die wichtigste Lektion, wenn man es mit seinem Schlag zu tun hat, wirklich: Fixiere Hände und Worte.
Lokis Stimme ist klarer als auf den Aufnahmen vom New Yorker Vorfall.
Tatsächlich sogar charmant.
Kein Wunder, dass er am es immer wieder schafft, Leute einzuwickeln.
Stark seufzt ergeben. Unter dem vermeintlich genervten Gesichtsausdruck aber zeichnet sich mit einem Mal etwas anderes ab, was Stephen so noch nie gesehen hat: Verzweifelter Zorn.
Einer seiner Rückstöße zumindest scheint noch zu funktionieren; er richtet die rechte Hand auf Loki und drückt ab.
Die Druckwelle bringt das Auto erneut zum Trudeln und quietschend schwingen die Türen hin und her.
„Stark“, japst Stephen.
„Was machst du da?“
„Ich verhandle.“
Er schluckt und klammert sich weiter an die Autowand. Vielleicht hat Stark Recht. Jenseits der Welt, in der seine Magie funktioniert, ist Stephen nichts weiter als ein invalider Arzt. Jemand, dem schlecht wird, wenn er in einem Karussell sitzt.
„Verhandeln sieht anders aus.“
„Verhandeln mit Terroristen wie ihm hier sieht so aus.“
Stark lädt seinen Rückstoß erneut auf. Stephen kann das Pfeifen darin hören.
„Ich weiß nicht, mit wievielen Psychopathen du in deinem tibetanischen Meditationskloster zu tun hattest, Strange, aber ich wette, meine Liste ist länger. Also halt dich da raus.“
Er feuert die nächste Energiesalve ab und Stephen kann Loki hören. Es ist ein Geräusch zwischen Wimmern und Ächzen und es klingt nicht gut.
„Es ist in Nepal und wir tun da auch andere Dinge als meditieren, vielen Dank auch“, sagt er also und schwankt zu Stark herüber. Er hofft, dass es nicht so wirkt, als würde er sich an dessen erhobenen Arm festhalten, sondern so, dass er ihn herunterdrückt, damit er Loki nicht umbringt.
„Und ja, ich bin vielleicht kein erfahrener Avenger wie du, aber ich bin mindestens genauso ein Genie und ich will dich erinnern, dass wenn Loki wirklich hinter diesem Desaster hier steckt, du ihn besser nicht umbringen solltest, wenn du willst, dass wir hier lebend rauskommen.“
–
„Wirklich?“ , sagt Tony trocken. (Stephen ist nach gefühlten Stunden eingesperrt in einem halb geschrotteten Transporter in einer Dimension ohne gefühlte Materie soweit, ihn in seinem Kopf mit Vornamen anzusprechen.)
Er sitzt an eine Autowand gelehnt, hat ein Bein aufgestellt und stützt seinen Arm mit dem noch funktionellen Antrieb ab und sieht aus, als würde er für ein Bier töten wollen. Bedrohlich sieht er aus in seinem Anzug. Massiv.
Er deutet auf Loki, der sich gegen die Wand auf der anderen Seite abstützt und nicht zu wissen scheint, ob er die Zähne fletschen oder einfach nur stillhalten soll, als Stephen sich seine Wunde an der Schläfe ansieht.
„Ich bin immer noch Arzt“, sagt Stephen sachlich.
Die Wunde sieht schlimm aus, aber in Anbetracht dessen, dass Lokis Pupillen gleich groß anmuten, er orientiert und einfach nur unendlich genervt wirkt, kommt Stephen zu dem Schluss, dass es heftiger aussieht als es wirklich ist. Er lässt seine Fingerkuppen über den schwarzen Haaren schweben und spürt, dass das Blut getrocknet ist.
Abgesehen davon gibt es ein-zwei kleine Platzwunden an Lokis Mundwinkel und seiner gegenüberliegenden Wange. Sehr ästhetisch platziert von Iron Mans Druckwellen.
Stephen wünscht sich, sein Partner hätte das nie gemacht.
Verletzte Gegenspieler finden sich noch schärfer als sonst und wenn er etwas noch weniger gebrauchen kann als Loki, ist es Loki, der dreinschaut, als würde er jeden Moment anfangen wollen, zu sich selbst zu masturbieren.
„Aha“, macht Tony noch trockener.
„Bist du das wirklich nicht gewesen mit dem Wurmloch?“, fragt Stephen Loki und ignoriert ihn.
„Was schert es dich, was ich sage?“, gibt Loki giftig zurück.
„Das ist die Schwierigkeit mit Lügnern“, sagt Stephen und zuckt milde lächelnd die Schultern.
„Wenn du die Wahrheit sagst, glaubt man dir genauso wenig wie wenn du lügst. Letztendlich leidest du aber doch darunter. Das ist der Fehler in deinem System.“
„Ist das so?“ Loki legt den Kopf schief und entblößt grinsend makellose Zähne.
Es wäre alles sehr viel einfacher, wenn der Bastard nicht so... hübsch wäre. Kaecilius war einfacher. Der hatte einen lächerlichen Zopf und das Makeup aus einem schlechten Youtube-Tutorial. Smokey Eyes gone wrong.
Loki hingegen ist... Anmut. Tödliche, in Leder gekleidete Anmut.
„Ich seh doch, dass du willst, dass ich dir glaube“, sagt Stephen betont hochnäsig.
„Und ich sehe, dass du dich danach sehnst, mir zu glauben.“
Loki schaut ihn von unten herauf an und hebt langsam das Kinn in einer herausfordernden Geste.
„So ist es doch. Du weißt weder ein noch aus und du bist klug genug anzunehmen, dass ich einen Weg zurück in eure Welt weiß.“ Er setzt sich etwas bequemer hin.
„Ich muss nur lange genug warten und dann wirst du mich auf Knien anbetteln, dass ich dir und deinem bedeutungslosen Freund helfe.“
Stephen steht langsam auf und starrt auf Loki herab. Für einen Moment fehlen ihm die Worte.
Er zuckt zusammen, als Tony ihm etwas von hinten neben die Füße wirft – Lokis Knebel.
„Ich hab doch gesagt, dass das nichts bringt. Steck ihm den Korken wieder rein.“
„Nein.“
Stephen wendet sich handwedelnd zu Tony herum.
„Nein, nein, den Gefallen werden wir ihm nicht tun.“
Er weidet sich ein klein bisschen daran, wie sie ihn beide, wennauch nur kurz, verwirrt anschauen.
Dann wendet er sich zu Loki herum und bedenkt ihn mit einem sehr aufmerksamen Blick;
„Aus dem, was du gesagt hast, schließe ich, dass du tatsächlich die ein oder andere Sache weißt, wie wir hier wieder rauskommen. Du magst ein Halbgott sein, aber auch du hängst am Leben und an deiner noch unerledigten Agenda. Du wirst uns also helfen, und zwar jetzt. Und niemand wird betteln oder auf die Knie gehen.“
Loki schnaubt leise;
„Bist du dir da ganz sicher, Doctor?“
„Oh, ja, das bin ich.“ Stephen verschränkt die Arme und setzt sein hinreißendstes Lächeln auf.
„Zumal ich denke, dass dir das Knien um einiges besser stehen würde, wenn du uns um unsere Hilfe bittest.“
„Oh Gott, nehmt euch ein Zimmer“, murrt Tony.
„Entschuldige“, sagt Stephen und drückt das unterschwellige Gefühl aufwallender, angenehmer Aufregung wieder in die Tiefen seines Unterbewusstseins.
Das hier wird seine wahrscheinlich schwerste Mission bislang.
