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Rating:
Archive Warning:
Categories:
Fandoms:
Relationships:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 3 of Speedster Pheromone-Verse
Stats:
Published:
2021-09-22
Completed:
2021-09-23
Words:
11,940
Chapters:
3/3
Kudos:
4
Hits:
211

Infinite Earths One-Shots: Speedster Pheromone-Verse

Summary:

A Crisis is coming! Und niemand ist dafür bereit. In einem Moment ist noch alles so wie es sein soll, im nächsten finden sich Nora und ihre Freunde nicht mehr dort wieder, wo sie eigentlich sein sollten.

Notes:

Spoiler: Für das Speedster-Pheromone-Verse und die 8. Staffel von Arrow bis ca. 8.4., sowie die 6. Staffel von „The Flash“ bis ca. 6.5

Pairings: Westhallen, Lauriver, Caitlin/Ronnie, Cisco/Gypsy, Spuren von Nora/Lia

Warnings: SPOILER!, Fix-It, Timey-wimey, Erw. von multiplen Character Death

Chapter 1: Present Tense

Notes:

(See the end of the chapter for notes.)

Chapter Text

1. Present Tense


 

 

„Wer bildet er sich eigentlich ein, dass er ist?! Der verdammte Grüne Kanarienvogel, oder was? Ich bin diejenige von uns allen, die am meisten Erfahrung hat! Ich wurde ausgebildet für den Kampf gegen das Böse! Vom Flash persönlich! Während er ….“ Nora West-Allen, auch bekannt als XS, unterbrach sich und funkelte Thomas Raymond wütend an, der gerade damit fertig war, sich Eiswürfel in sein Cola zu fabrizieren anstatt ihr zuzuhören, wie er es eigentlich tun sollte. „Hörst du mir eigentlich zu?!“, beschwert sie sich wütend.

„Was? Oh, klar doch. Ich kann multitasken, kein Problem für mich“, meinte Thomas schnell. „Das mag sein, aber du schenkst mir keine Aufmerksamkeit“, knurrte Nora.

„Nun, es ist doch immer dasselbe, oder? Connor macht sein Ding, und du bist wütend darüber, ihr weigert euch ein paar Tage miteinander zu sprechen, und dann vertragt ihr euch wieder, und alles ist wieder gut, also …. Vergib mir, wenn ich deine Beschwerdeliste über Connor Queen inzwischen auswendig kenne“, meinte Thomas schulterzuckend.

Seufz. Ich vermisse Lia, stellte Nora fest. Lia war über Wochenende nach Coast City gefahren, woraufhin Nora ohne ihre beste Freundin zurechtkommen musste und nur noch Thomas zum Jammern hatte, dem das, was sie zu sagen hatte, aber offenbar nicht wirklich interessierte. Natürlich könnte sie einfach ihre Pheromon-Kräfte benutzen um ihn dazu zu bringen sie zu bemitleiden, aber das wäre falsch und so was machte sie nicht. Auch wenn es manchmal wirklich nützlich wäre. Besonders, was Connor anging. Sie wünschte wirklich, sie könnte ihn irgendwie anders dazu bringen auf sie zu hören, aber Connor ordnete sich anderen nicht gerne unter – das hatte er mit seinen Eltern gemeinsam - und irgendwie schien er davon auszugehen, dass die Tatsache, dass er das Kind von Green Arrow und Black Canary war, ihn zu dem natürlichen Anführer ihrer kleinen Teams machte, obwohl Nora diejenige von ihnen war, die am meisten Erfahrung im Kampf gegen das Böse besaß.

Nachdem Nora West-Allen in ihre eigene Zeit zurückgekehrt war, hatte sie schnell festgestellt, dass sich die Dinge geändert hatten. Nicht nur ihr Vater war immer noch am Leben und immer noch hier, nein, auch Lia lebte noch, die Sache mit Godspeed war ziemlich anders gelaufen, und Central City brauchte einen Helden oder eben eine Heldin, und diese Heldin wollte sie sein. Lia konnte sie unterstützen, ihre Eltern würden sie unterstützen, das alles würde kein Problem werden, wenn es jemand gab, der sich mit einem pheromon-geladenen Speedster messen konnte, dann doch wohl ein anderer pheromon-geladener Speedster.

Doch Godspeed hatte sich Verstärkung besorgt, also hatte Nora Thomas Raymond, der die Kräfte seiner Mutter geerbt hatte, für den Kampf um die Stadt rekrutiert, und dann war auf einmal Connor Queen in Central City aufgetaucht und hatte erklärt, dass er bereit wäre ihnen zu helfen (und hatte es so klingen lassen als würden sie dringend Hilfe benötigen und könnten sich glücklich schätzen, dass sie ausgerechnet von ihm Hilfe bekommen würden), und obwohl Nora zuerst dankend (na ja okay, eher sarkastisch dankend als freundlich dankend) abgelehnt hatte, hatte sich der Sohn von Green Arrow ihrem Team dann doch angeschlossen, und seit dem kämpften sie gemeinsam gegen Godspeed und seine Verbündeten, und seit dem wurde Nora von Connor Queen regelmäßig in den Wahnsinn getrieben.

Er war arrogant, selbstverliebt, rücksichtslos und tollkühn – sie wünschte sich wirklich, dass ihr irgendjemand anderer den Rücken stärken würde, aber nun heutzutage musste man nehmen, was man kriegen konnte.

„Wenn ich wüsste, wie man ihn dazu bringt sich normal zu verhalten, dann würde ich mich besser mit meinem Bruder verstehen“, hatte ihr William Clayton erklärt, nachdem sie ihn eines Tages verzweifelt in der Hoffnung irgendwelche Tipps zu bekommen, angerufen hatte, „Connor ist nun mal Connor. Nimm es hin oder wirf ihn raus. Ganz ehrlich, du wärst vermutlich besser dran, wenn du ihn rauswerfen würdest.“ Das war nicht gerade der Ratschlag auf den sie gehofft hatte. Noch dazu war William Clayton ein sanftmütiger Mensch, wenn er so über seinen Bruder dachte, nun, dann war damit wohl alles gesagt, oder?

Ihre Eltern waren anderer Meinung. „Connor hat es nun mal nie einfach gehabt“, hatte ihr Dad behauptet, „Nach allem, was mit Oliver und dann Laurel passiert ist …. Ich meine, du erinnerst dich doch sicher noch daran, wie du warst, als du zu uns in die Vergangenheit gekommen bist? Das, was du damals empfunden hast, musst du jetzt noch verdoppeln und dir vorstellen, dass du auch sonst niemanden gehabt hättest, der für dich dagewesen wäre, keinen Joe, keine Cecile, keinen Wally, einfach keine Familie mehr, außer vielleicht gerade mal Jenna.“

Nora konnte sich, wenn sie ehrlich war, kein Leben vorstellen, in dem sie vollkommen alleine gewesen wäre, abgesehen von ihrer Tante Jenna, es hätte immer irgendjemand gegeben, der sich um sie kümmerte: Caitlin und Ronnie, Cisco und Cynthia, Sara und Leonard, Onkel Ralph und Tante Sue, oder zumindest Eobard Thawne. Und sie wusste, dass auch Connor nicht allein gewesen war, er hatte Sara und Leonard gehabt, er hatte zumindest einige Zeit lang Quentin Lance gehabt, er hatte John und Lyla gehabt, seine Tante Thea und Roy - er war nie wirklich alleine gewesen. Samantha Clayton hatte ihn bei sich aufgenommen, war bereit gewesen ihn großzuziehen, damit er bei seinem Bruder sein konnte. Trotzdem, offenbar war er niemals über seine Eltern hinweggekommen.

„Es ist erst so richtig schlimm geworden, nachdem Quentin Lance gestorben ist“, meinte ihr Dad, „Sie sind sich sehr nahe gestanden, und ihn so zu verlieren. …. Connor ist einfach verletzt, gib ihm eine Chance.“ Nora nahm an, dass sie vielleicht ebenfalls aus der Bahn geworfen werden würde, wenn sie Papa Joe oder Opa Henry verlieren würde, also schluckte sie ihren Zorn hinunter, warf Connor nicht aus dem Team und gab ihm jede Chance, die man sich vorstellen konnte. Doch Connor änderte sich nicht, war weiterhin arrogant und überschätzte sich ständig selbst. Und brachte so das ganze Team in Gefahr. Nora hasste es.

Sie wusste nicht, wie es ihr Dad geschafft hatte Team Flash so lange zusammenzuhalten. Okay, im Grunde wusste sie es schon: Mom war es gewesen, die das Team in Wahrheit zusammengehalten hatte. Nora hatte ja viele Verehrerinnen aber noch nicht jemanden gefunden, der ihre Iris West sein könnte. Immerhin konnte sie sich ja nie sicher sein, ob sie jemand wirklich mochte, oder nur auf Grund ihrer Kräfte in ihrer Nähe sein wollte. Es war wie diese Sache mit Lia, sie waren schon so lange Freundinnen, aber seit Nora ihre Kräfte bekommen hatte, war Lia … nun ja … ein wenig anders als sonst drauf, und Nora wusste nicht, wie sie das alles einordnen sollte, also ignorierte sie es und tat so als wäre alles wie immer, als hätte sich nichts zwischen ihnen geändert. Ihre Eltern fragten sie manchmal nach Lia und trugen dabei diese wissenden Gesichtsausdrücke (einer wäre schlimm genug, aber gleich drei davon war Overkill), aber Nora und Lia waren nicht so, oder etwa nicht? Wie auch immer, Lia war im Moment nicht da, und Nora stand alleine da mit ihrem Connor-Problem, zumindest schien es so zu sein.

„Oh, sieh an, da ist ja der Bösewicht“, erklärte Thomas in diesem Moment, und Connor Queen kam hereinspaziert. Nora und Thomas saßen in der Lounge von StarLabs, hinter dem Flash-Museum, vor dem Kontrollraum, zwischen ihrer Basis und der Touristen-Attraktion und an einem Ort, an dem sich Connor selten bis nie blicken ließ. Was also wollte er ausgerechnet jetzt hier?

„Ich bin gekommen um mich zu entschuldigen, Nora“, sagte Connor. Oh? Soll ich es glauben, oder wurde er bodygesnatched? „Ich hätte nicht davon ausgehen sollen, dass du für ein derart gefinkeltes Manöver bereit bist“, fuhr er fort, „Das nächste Mal warne ich dich vor, bevor ich Heldenkram für Fortgeschrittene versuche…“ Er zwinkerte ihr vielsagend zu.

Es wird kein nächstes Mal geben, weil ich ihn umbringen werde! Nora war bereit sich auf Connor zu stürzen, wurde aber von Thomas abgefangen, der ihre Idee scheinbar vorausgeahnt hatte.Und dann wurde es auf einmal hell um sie herum und …

… dann fanden sich alle drei woanders wieder.

„Nora? Was machst du denn hier? Wie bist du hierhergekommen?!“ Nora wirbelte herum und erblickte ihren Dad, besser gesagt die junge Version ihres Dads im Flashkostüm aus der Periode 2019/20. „Dad?“, wunderte sie sich, „Was….?“

Sie sah sich genauer um. Offenbar befand sie sich im Arrowbunker. Nicht nur ihr Dad starrte sie sprachlos an. Genauso starrten sie ihre Mom, ihr anderer Dad, Ronnie und Caitlin, Martin Stein, Ralph und Cisco an – alle von ihnen in jünger, aber auch ein junger Oliver Queen, eine junge Laurel Lance, und ein junger John Diggle waren anwesend.

„Mom? Dad? Ihr seht so jung aus!“, verkündete Thomas geschockt.

„Mom?“, wiederholte Caitlin.

„Dad?“, murmelte Ronnie.

„Ist das … Martin?!“, wunderte sich Thomas dann weiter.

Doch derjenige, der den Zauber brach, war Connor. Der stürmte weinend (!) an Nora vorbei und rannte direkt in Laurels Arme und rief: „Mommy!“ Die etwas überraschte Frau umarmte ihren ihr fremden Sohn etwas hilflos. Connor schluchzte in ihren Armen und starrte dann Oliver an. „Dad?“, fragte er dann vorsichtig. Oliver hatte keine Antwort für ihn parat.

„Wie konntet ihr hierher kommen?“, wunderte sich ihr Dad, Barry Allen, „Die Anti-Materie verhindert doch das Zeitreisen!“

„Welche Anti-Materie? Wir sind nicht durch die Zeit gereist. Ich meine, offensichtlich sind wir schon durch die Zeit gereist, aber … ich habe keine Ahnung wie oder warum“, räumte Nora ein, „In einem Moment waren wir noch in der Lounge und im nächsten waren wir hier…“

„Der Monitor“, knurrte Oliver.

„Ja, aber warum?“, wunderte sich Barry.

„Bist du… bist du unser Sohn?“ Caitlin und Ronnie hatten sich Thomas vorsichtig angenähert und beäugten ihn nun unsicher. Thomas nickte und wurde dann von beiden seinen Eltern umarmt.

Connor hatte sich inzwischen von Laurel gelöst und ihm strömten immer noch die Tränen über die Wangen, als er unsicher vor Oliver stehen blieb. Dieser musterte ihn und berührte dann langsam die Wange des jüngeren Mannes. „Hi“, meinte Oliver vorsichtig. Connor gab einen Schluchzlaut von sich und warf sich dann so heftig in Olivers Arme, dass er diesen dabei fast von den Beinen geworfen hätte. So habe ich Connor ja noch nie erlebt, vielleicht hatte Dad doch recht…

„Wir hätten nicht gedacht, dass wir dich wiedersehen, Nora. So schnell, meine ich, und na ja …so“, meinte Iris. Nora nickte. „Ich … es tut gut euch alle wiederzusehen. So meine ich“, sagte Nora und umarmte die jüngere Version ihrer Mutter, dann umarmte sie Daddie, und dann Dad. Und dann Cisco, und dann Ralph, und schließlich Martin. Caitlin und Ronnie waren noch immer mit Thomas beschäftigt.

„Also das nächste Mal holt wer anderer diese Bestellung ab, jemand mit Superkräften und ….“ Felicity Smoak kam in den Bunker spaziert mit einem Haufen Pizzakartons in den Händen und stutzte. „XS? Oh, was geht denn hier vor? Und wer ist…“ Sie deutete mit den Pizzakartons in Connors Richtung, der sich immer noch weinend an Oliver klammerte.

„Ich fürchte, der Monitor hat nun auch noch mit der Zeit gespielt“, erklärte Barry.

„Ja klar, warum nicht auch noch das?“, seufzte Felicity, „Ich wusste ja gleich, dass wir mehr Pizza  hätten bestellen sollen.“


Eine Stunde und ein paar Pizzas später kam Nora endlich dazu die Frage zu stellen, die ihr am wichtigsten erschien. „Also, warum haben sich Team Arrow und Team Flash gemeinsam im Bunker versammelt?“, wollte sie wissen.

Die diversen überraschend vereinten Familien waren zunächst einmal von Emotionen überwältig gewesen. Noras Eltern hatten Erfahrung damit ein Kind, das sie einmal haben würden, aus der Zukunft zu treffen. Caitlin und Ronnie hatten schon das ganze Jahr, das Nora in der Vergangenheit verbracht hatte, damit zugebracht über das Für und Wider von Kinderkriegen diskutiert, doch Nora hatte ihnen die Existenz von Thomas immer verschwiegen, da niemand zu viel über seine Zukunft wissen sollte. Vollkommen aus dem Nichts waren von dem allen aber Laurel und Oliver erwischt worden. Und es half natürlich auch nicht, dass unübersehbar war, dass sie in Connors Zeit schon lange tot waren.

„Eine Krise steht bevor, eigentlich hat sie schon begonnen“, erklärte ihr Dad ihnen, „Eine Welle von Anti-Materie bahn sich ihren Weg durch das Multiversum und zerstört Universen in ihrer Bahn. Es wurden bereits einige Universen zerstört. Anderen droht die Vernichtung. Auch unserem Universum und Erde-2 und Erde-19.“

Nora schüttelte den Kopf. „Das verstehe ich nicht“, gab sie offen zu, „Davon habe ich noch nie etwas gehört. Und ihr habt mir auch nie gesagt, dass ich hier auftauchen würde, dass wir uns noch einmal in 2019 wiedersehen würden.“

„Vielleicht haben wir dir absichtlich nichts gesagt, damit wir die Zeitlinie nicht ändern“, schlug Daddie vor. Damit könnte er recht haben. Oder auch nicht. Nora würde es niemals wissen. Doch sie war ihm dankbar, dass er es ausgesprochen hatte.

Zu den besten Änderungen an ihrer aktuellen Gegenwart gehörte die Tatsache, dass er nicht mehr krank war. Sie würde ihn nicht verlieren, und sie war unendlich froh dafür. Und er sah sie so besorgt und so liebevoll an wie immer. Nora hatte immer gewusst, dass diese jüngeren Versionen ihrer Eltern sie vermissen würden, wenn sie nach Hause zurückging, und sie hatte auch immer gewusst, wer sie am meisten vermissen würde. Es war seltsam, und sie hatte nie darüber nachgedacht, aber gerade derjenige unter ihren Eltern, der keine Blutsbande mit ihr teilte, stand ihr am nächsten, und das scheinbar in jeder Zeitlinie. Früher hatte sie gedacht, dass es so sein musste, weil sie ihn an Barry erinnerte, und er ihn durch sie irgendwie nicht vollkommen verloren hatte, doch es musste mehr sein als das. Ja, sicher erinnerte sie ihn an beide seiner Partner, aber wenn er sie beide noch hatte, konnte er sie nicht vermissen, oder vielleicht doch? Oder vielleicht war Eddie Thawne einfach jemand, der diejenigen, die er liebte zu sehr liebte.

„Auf jeden Fall muss es einen Grund geben, warum wir hier sind“, meinte Nora, „Selbst wenn es möglich wäre einfach zurückzugehen, sollten wir das nicht tun, bis wir wissen, was dieser Grund ist.“

Die anderen nickten zustimmend. Connor war praktisch katatonisch, was Nora nicht von ihm gewöhnt war, und er starrte immer noch seine Eltern an, doch Thomas war ihrer Meinung, und die Helden aus dieser Zeit ebenfalls. „Was ist das genaue Datum?“ Nora versuchte sich an all ihr Wissen aus dem Flashmuseum zu erinnern und alles, was ihre Familie und deren Freunde ihr über diese ganz spezielle Zeit erzählt hatten.

Warum haben sie nie diese Anti-Materie-Sache oder diesen Monitor erwähnt? Ich meine, ich weiß, dass sie es überlebt haben müssen. Sie alle leben entweder noch oder sind zu einem Zeitpunkt nach 2019 gestorben. Connor ist noch nicht einmal geplant!

„Und Anfang Dezember erreicht die Anti-Materie laut meiner Vision Erde-1“, fuhr Barry fort, nachdem er ihr das Datum genannt hatte, „Und der Monitor hat sowohl mir als auch Oliver erzählt, dass wir uns opfern müssen um unsere Welt zu retten.“

„Das kommt gar nicht in Frage. Ihr habt noch Kinder zu machen! Ich hänge an meiner Existenz, und Connor macht mir zwar manchmal das Leben schwer, aber der soll gefälligst ebenfalls geboren werden“, meinte Nora dazu.

„Wir wissen inzwischen auch, dass wir dem Monitor nicht vertrauen können“, meinte Oliver, „Ich habe beunruhigende Dinge über ihn erfahren. Noch beunruhigender ist allerdings, dass er jedem von uns beiden etwas anderes erzählt hat, und ich letztes Jahr einen Deal gemacht habe um Barrys Leben zu retten. Sein Tod, den der Monitor jetzt verlangt, würde diesen Deal brechen. Er hat wohl nicht damit gerechnet, dass wir beide miteinander sprechen könnten.“

Barry nickte zustimmend. „Wir haben nicht vor zu sterben.“

„Das ist gut“, meinte Nora, „Also, lasst mich nachdenken … Das hier ist die Woche, in der Echo auf Erde-1 kommt. Gypsy jagt ihn gerade, sie wird ihn hierher verfolgen, und dann werdet ihr ihn gefangen nehmen. Das können wir vielleicht nützen. Ein weiterer Breacher kann uns nur dabei helfen das Multiversum zu retten, denn auch er muss irgendwo leben.“

„Echo?“, wiederholte Cisco, „Cynthia hat mir von ihm erzählt. Bist du sicher, dass wir kein Risiko eingehen, wenn wir uns an ihn wenden?“

„Ja, er ist gefährlich, aber er ist auch ein Cisco Ramon“, meinte Nora, „Wir können ihn gebrauchen.“

Cisco erbleichte. „Echo ist mein Doppelgänger? Das muss ich Cynthia sagen“, meinte er nur und war dann auch schon von dieser Erde verschwunden.

Nora runzelte die Stirn. Tu ich es schon wieder? Ist das hier eine Wiederholung vom letzten Jahr? Immer wenn ich von Echo gehört habe, haben alle betont, dass er ein Cisco ist, als wäre das immer allen klar gewesen. Warum sollten sie mir verschweigen, dass das nicht immer Allgemeinwissen war?

„Wir sollten uns mit den anderen Erden kurzschließen, über das weitere Vorgehen“, fuhr sie dann fort, als wäre nichts gewesen, „Vielleicht … vielleicht bin ich hier, weil wir Speedster-Power brauchen. Ihr wisst schon, was ich meine….“

„Ich bin nicht sicher, ob der Monitor sich von Pheromonen beeinflussen lassen wird, aber es ist eine Überlegung wert“, meinte Oliver, „Ich glaube, Nora hat recht. Es kann kein Zufall sein, dass unsere Kinder ausgerechnet jetzt hier sind. Da muss etwas dahinter stecken – ein Plan, die Frage ist nur von was und von wem.“ Er warf einen kurzen irritierten Blick auf Connor. „Aber wir sollten für ihre Anwesenheit dankbar sein und ihre Ressourcen nützen“, schloss er dann sanfter, „Wir müssen Sara erreichen, vielleicht weiß sie mehr über all das.“

Barry nickte zustimmend. Es wurden weitere Pläne geschmiedet. Jeder hatte eine Idee anzubieten, sogar Thomas, der zunehmend auftaute. Nur Connor blieb stumm.

Nora hätte eigentlich damit gerechnet, dass es Oliver sein würde, doch es war Laurel, die sie in einem ruhigen Moment ansprach. „Du musst es mir sagen, Nora“, meinte sie, „Du musst mir sagen, was in der Zukunft mit mir und Oliver passiert.“

Nora zögerte. Konnte sie wirklich riskieren noch einmal die Zeitlinie zu ändern? Das letzte Mal war sie nur gerettet worden, weil sie an Bord der Waverider gewesen war, als sich die neue Zeitlinie gefestigt hatte. Was wenn sie Connor dadurch, dass sie seine Eltern rettete, auslöschte? „Nachdem wir das hier überstanden haben, sage ich es euch“, versprach sie, „Falls wir es nicht überstehen, nun, in diesem Fall ist es nicht mehr von Bedeutung, oder?“

Laurel nickte zustimmend und ging dann wieder hinüber zu den anderen um weiter zu planen.

Wer hat uns hierher gebracht und warum?, wunderte sich Nora erneut, Was genau sollen wir hier tun? Ihre Hand glitt in ihre Hosentasche und sie stutzte, als sie darin etwas spürte. Es war ein Zettel, von dem sie sich nicht erinnern konnte, ihn dort hinein getan zu haben. Sie nahm ihn heraus und las, was darauf stand: Alles wird gut ausgehen. Hör nur auf deinen Instinkt, stand darauf zu lesen. Nora kannte die Handschrift. Es war die ihrer Mutter.

Ich hatte recht, wurde ihr klar, Das hier ist schon einmal passiert. Mom, meine Dads, sie alle haben es gewusst, sie haben das alles schon einmal erlebt. Und deswegen wollte Dad auch, dass Connor im Team bleibt, weil er damals im Team war, als wir das erste Mal hier gelandet sind. Das hier ist schon einmal passiert, und es ist irgendwie gut ausgegangen.

Nun, in diesem Fall würde es dieses Mal doch ebenfalls wieder gut ausgehen müssen. Oder etwa nicht?

Zum ersten Mal seit sie hier in dieser Zeit angekommen war, war Nora nicht mehr verwirrt und besorgt sondern von neuer Zuversicht erfüllt. Was immer passieren würde, es war schon einmal passiert und niemand war dabei gestorben und das Multiversum war gerettet worden. Es würde also alles gut werden. Sie musste nur noch herausfinden, was zu tun war um diesen Ausgang der Ereignisse auch zu ermöglichen. Sie musste nur noch herausfinden, was sie tun musste. Und so schwer konnte das doch nicht sein, nicht wahr?


Fin.

 

Notes:

Ich strukturiere meine bisherigen Sammlungen um, damit alle Fics aus einem Verse zumindest irgendwo in einer Reihe zu finden sein können. Das hier war ursprünglich Kapitel 11 meiner "Infinite Earths One-Shots und Shorts-Sammlung".