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Reservier mir einen Platz

Summary:

Dr. Fell erschien als Engel verkleidet, komplett mit einem Lametta-Heiligenschein, zur Halloween-Party und saß brav auf einem der Klappstühle, als Dr. Crowley hereinschlenderte. Er war eindeutig als Dämon verkleidet gekommen [...]

Notes:

Übersetzt aus dem Englischen.
Originalautor: Ghostinthehouse
Save Me A Seat ist Teil 3 der Serie Demon and Angel Professors
Eine Übersetzung ins Französische, von RossignolRainbow findet sich hier:
Professeurs Ange et Démon - 1er arc

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Beachtet bitte, dass Sprachen sich in vielen Weisen voneinander unterscheiden. Es gibt Formulierungen und Begriffe im Englischen, für die es keine direkte Übersetzung ins Deutsche gibt. So kann es sein, dass ein englisches Wort, zu einem deutschen Satz werden musste, um den Sinn beizubehalten.

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Work Text:


Reservier mir einen Platz


"Hier steht, dass ‚they‘ im Singular grammatikalisch nicht korrekt ist", las ein Schüler vor. Sein Gegenüber zog eine Grimasse und richtete seinen Pronomen-Button.


"Im Gegenteil", mischte sich eine warme, sympathische Stimme ein, "das Singulare ‚they‘ geht wenigstens bis ins Mittelenglische zurück!"


Beide Studenten drehten sich überrascht um und sahen einem strahlenden Dr. Fell entgegen. Bevor sie auch nur eine Begrüßung aussprechen konnten, begann er mit einer improvisierten Rede über Chaucer, Shakespeare und die Grammatikreaktionäre des 18. Jahrhunderts.

Sie warfen sich einen kurzen Blick zu und lehnten sich abwartend zurück, wohl wissend, dass nichts die Flut des Wissens aufhalten würde, bevor er alles gesagt hatte.


Eine schlanke Hand legte sich auf Dr. Fells Schulter, und er hielt tatsächlich inne, um Luft zu holen.

"Sie ertränken die jungen Leute in Informationen, und wenn ich Sie jetzt nicht entführe, schaffen wir es nicht rechtzeitig zur Nachmittagsvorlesung zurück. Kommen Sie mit.", schalt Dr. Crowley ruhig.


Wären sich die Studenten nicht so sicher gewesen, dass die beiden verfeindet waren, oder dass Dr. Crowley ein verbitterter, herzloser Mann war, hätten sie seinen Gesichtsausdruck vielleicht als verschwörerisches Amüsement aufgefasst.

Dr. Fell murmelte eine schnelle Entschuldigung, die die Studenten nicht verstehen konnten, und eilte dem anderen Professor hinterher.


Die beiden sahen sich an.

"Niemand wird uns jemals glauben, dass das passiert ist", sagte der, mit dem Anstecker, beinahe bedrückt.

Der andere Student rieb sich die Augen.

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich es selbst glaube. Wir wurden gerettet? Vor einer Dr. Fell-Informationsflut? Von Dr. Crowley? … Der anscheinend die wundersame Fähigkeit hat, Dr. Fell mitten im Fluss zu stoppen? … Können wir das nicht… einfach nicht erwähnen?"


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Im Laufe der nächsten Zeit stiegen und fielen die Gerüchte wie die Gezeiten. Zum Glück für Dr. Fell hörten seine Studenten nach ein paar Wochen auf, auf ihn zu warten (mit einem kurzen Wiederaufleben nach der Geschichte, dass Dr. Crowley belauscht worden war, als er Pläne für eine Entführung schmiedete! Armer Dr. Fell.), aber trotz der Anekdoten, die er über seinen lieben Mann erzählte – die Zeit, als er Anthony unter seine Fittiche genommen hatte, wie es anfangs jedes Mal zu regnen schien, wenn sie sich trafen, die Äpfel, um die sie schließlich konkurrierten – schien niemand Anthony mit Dr. Crowley in Verbindung zu bringen.


Und dann kam Halloween, mit eine Reihe von Aktivitäten, darunter eine gemeinsame Party für Lehrpersonal und Studenten.


Dr. Fell erschien als Engel verkleidet, komplett mit einem Lametta-Heiligenschein, zur Halloween-Party und saß brav auf einem der Klappstühle, als Dr. Crowley hereinschlenderte.

Er war eindeutig als Dämon verkleidet gekommen, mit einer karmesinroten Weste, die sich leuchtend von seiner üblichen engen schwarzen Kleidung abhob, und Plastikhörnern in seinem kastanienfarbenen Haar.

Er blickte sich um, die Hände in den Taschen, und driftete dann durch ein Meer von Getuschel an Dr. Fells Seite.


"Rutsch rüber, Engel.", sagte er zu ihm. Und Aziraphale räumte ohne Zögern den Stuhl, den er freigehalten hatte. – Er hielt immer einen Platz für seine andere Hälfte frei, wenn er konnte.


Crowley ließ sich erleichtert auf diesem nieder, was ihm, von gut und gern von der Hälfte der umstehenden Studenten, missbilligende Blicke einbrachte. Während die andere Hälfte sich von dem Schock, dass ausgerechnet Dr. Crowley einen tatsächlich freundlich klingenden Scherz über das Kostüm von jemandem gemacht hatte, zu erholen schien.


"Und schon bin ich der Dieb, der deinen Stuhl stiehlt, dich gegen die Wand wirft und dich zum Mittagessen entführt", murmelte er leise, wobei sich die harte Linie seines Mundes zu einem Lächeln lockerte, als er sich umsah. "Aber was kann man schon erwarten, wenn man mit einem Dämon wie mir herumläuft?"

Aziraphale strich sich mit den Fingern über seine weißgewandete Bauch. "Oh, ich weiß nicht, mein Lieber. Eine ausgezeichnete Tasse Earl Grey und ein paar Petits Fours? Ein guter Merlot?"

"Hah!" Crowley änderte seine Position und legte einen Arm über die Stuhllehne.

Eine Handvoll Studenten erstarrte, erstaunt über die Tatsache, dass er lachen konnte, und huschte gleich darauf zügig davon. Er sah ihnen mit fast wehmütigem Blick durch seine Sonnenbrille nach und blickte zu Aziraphale auf.


"Also, Engel", fragte er leise, "zählen schlechte Witze und Kinder erschrecken, als Süßes oder Saures?"