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Characters:
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Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of Immer diese blöden Gefühle
Stats:
Published:
2023-03-12
Words:
1,160
Chapters:
1/1
Comments:
6
Kudos:
140
Bookmarks:
3
Hits:
1,476

Die Sache mit der Brille

Summary:

Bob verliert bei einem Fall seine Brille. Peter muss ihn führen.
War er schon immer so schön gewesen? Fuck.

Notes:

Man muss "Observieren können wir" nicht hierfür gelesen haben. Dies ist eigentlich die Vorgeschichte zu Bobs Gefühlen. Habe es nur in der falschen Reihenfolge gepostet. Tja.

Die Geschichte wurde von diesem Post inspiriert. Vielen Dank!

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Das Spalier zerbrach und Bob fiel. „Fuck“, doch schon wurde sein Sturz von etwas Warmem und Festem gestoppt. Peter! Dachte Bob erleichtert.

Der Sturz war zum Glück nicht so tief und Peter ungefähr doppelt so schnell gewesen.

Dankbar umklammerte Bob den Zweiten. Er hätte ihn küssen können vor Erleichterung.

Peter klammerte zurück und küsste ihn tatsächlich. Auf den Scheitel.

„Alles gut, Bob?“, fragte Peter aufgebracht.

„Ja, ich glaube mir geht es gut. Nur das Atmen fällt mir schwer.“

„Sorry“, sagte Peter und ließ ihn schnell los.

 

„Mensch, bin ich froh, dass dir nichts passiert ist. Ich wüsste gar nicht, was ich ohne dich anfangen sollte“, und schon küsste Peter ihn ein zweites Mal. Diesmal auf die Stirn: „Sicher, dass alles in Ordnung ist?“

 

„Ja. Aber du bist etwas schemenhaft. Ist meine Brille irgendwo gelandet?"

 

Peter schaute sich um und entdeckte sie zwischen zwei Steinen. Als er sich nach ihr bückte, verzog er sein Gesicht zu einer schmerzerfüllten Grimasse: „Du Bob, also. Ich habe sie. Also. Naja. Fast. Ich habe das Gestell. Die Gläser sind zerbrochen.“

 

Bob stöhnte laut auf: „Meine Eltern bringen mich um. Das ist schon die dritte Brille dieses Jahr. Gut, das war’s! Ab jetzt gewöhne ich mich an Kontaktlinsen! Zumindest für unsere Einsätze.“

 

Peter schaute skeptisch: „Ich möchte dich ja nicht an das Theater erinnern, das du vor zwei Jahren veranstaltet hast, als du die einmal ausprobieren wolltest, aber…!“

 

„Danke für deine Unterstützung, es bedeutet mir echt viel, dass du die Geschichte nicht wieder aufbringst", erwiderte Bob trocken, „diesmal klappt es. Da ist ja ein enormes Sicherheitsrisiko auf meiner Nase! Was ist, wenn ich euch wo rausholen muss und ich sehe die Türklinke nicht, weil man mir die Brille geklaut hat?! Und keine zehn Pferde bringen mich dazu, ein Sportgestell zu tragen. Geist über Materie.“

 

Peter grinste breit: „Gut, Mr. Willensstark. Meine Unterstützung hast du. Und jetzt nimm meine Hand, ich führe dich über die Wiese. Hier sind so viele Steine, da muss man echt schauen, wo man hin tritt.“

 

Damit setzten sie sich in Bewegung. Peter voran, Bob hinter ihm her. Peters feste und warme Hand in seiner.

 

Trotz der Sache mit seiner Brille war Bob zufrieden. Das, was sie im Haus herausgefunden hatten, würde den Fall bestimmt aufklären und Peters Hand lag in seiner, als wäre sie dafür gemacht.

 

Doch da verfing sich sein Schuh in einem seichten Erdloch, Bob stolperte und fiel. Das zweite Mal heute. Na toll. Und zum zweiten Mal heute hatte Peter ihn im Fallen aufgefangen. Was war das hier? Eine thailändische Boys Love Serie? Jetzt fehlte nur noch, dass sie gemeinsam in einen Pool fielen. Oder, dass er sich den Fuß verstauchte und Peter ihn tragen musste.

 

Der Zweite würde die perfekte Hauptrolle für eine Boys Love Serie abgeben. Gutaussehend. Groß und muskulös, mit markantem Gesicht, einem liebevollen Lächeln und sanften, freundlichen Augen. Augen, die ihn jetzt besorgt anschauten, so schön, dass man automatisch zurückschaute und alles anderes vergessen konnte. Herje, Bob hörte sich sogar schon an wie ein Charakter aus einer Boys Love Serie. Also bitte, das hier war das echte Leben und kein wackelig zusammengeschriebener Plot.

 

Aber wenn das hier eine Serie wäre, dann wäre das die Folge, in der er seine Gefühle für seinen langjährigen besten Freund entdecken würde. Bob schluckte.

 

Es passte alles zu gut zusammen: das Fallen, das Auffangen, das Adrenalin von ihrem Einbruch. Und der Kuss. Bob fühlte immer noch den Nachhall von Lippen auf seinem Scheitel und seiner Stirn.

 

Und jetzt nahm Peter auch noch sein Gesicht in beide Hände und strich ihm sanft über die Wangen. Bobs Herz setzte einen Schlag aus, als er hoch und in Peters Gesicht schaute. Er konnte ihn ohne Brille gerade so erkennen und Himmel, war er schon immer so schön gewesen?

 

„Entschuldige bitte, Bob. Ich habe nur auf die Steine geachtet und nicht daran gedacht, dass du kleinere Schritte machst als ich. Vielleicht trage ich dich einfach? Dann passiert das nicht mehr. Außerdem hast du dir bei dem Sturz vielleicht doch noch was getan. Ich hätte das von Anfang an vorschlagen sollen. Ich Idiot. Lasse dich ohne Brille über steiniges Gelände mit Erdlöchern gehen. Ich hebe dich hoch, okay?“

 

Bob konnte erst nicht reagieren. Zu fassungslos war er. Endlich nickte er. Kurzerhand umfasste Peter seine Taille, bückte sich, griff unter seine Kniekehlen und richtete sich mit ihm im Arm auf. Überrascht schlang Bob seinen Arm um Peters Hals. Er hatte an Huckepack gedacht. Ihm wurde ganz warm und sein Mund war irgendwie sehr trocken. Ein Boys Love. Wirklich.

 

Peter schaute ihn besorgt an „Okay?“

„Okay“, antwortete Bob mit rauer Stimme.

 

Peters Gesicht war seinem so, so nahe und seine Augen und sein Lächeln strahlten Bob an. Peters Arme hielten ihn fest an seine Brust gedrückt und seine Haut fühlte sich wunderbar dort an, wo er den zweiten Detektiv berührte. Fuck.

 

Er hatte sich immer lustig über die Leute aus solchen Serien gemacht. Wie konnte man bitte nicht merken, dass man in jemanden verliebt war, bis man fiel und aufgefangen wurde? Albern. Aber da war jetzt Peter und da war jetzt sein Herz, das sich zusammenzog und da waren jetzt Schmetterlinge, die in seinem Bauch herumflogen. Ihm war heiß und er konnte kaum noch atmen. Und Peter war wirklich so, so schön. Er schaute ihn schon viel zu lange an.

 

Scheiße. Schnell wandte er seinen Blick ab. Der Zweite setzte sich in Bewegung, als würde er nichts weiter als ein Paket Federn tragen.

 

Das war unfair. Das hätte doch in jeder Person ein Gefühlschaos ausgelöst, oder? Das war doch objektiv, oder? Das war nicht bloß er, oder?

 

Scheiße. Er wollte ganz schnell weg von Peter und auch gleichzeitig nicht. Bei dem Gedanken, Peter wieder loslassen zu müssen, zog sich alles in ihm zusammen. Hoffentlich konnte er das überhaupt. Peter loslassen.

 

Viel zu schnell für Bobs Geschmack waren sie an seinem Käfer angekommen. Peter ließ ihn herunter. Aha! Er konnte Peter loslassen, es war nur eben ganz, ganz fürchterlich!

 

„Danke", sagte Bob in die aufkommende Stille hinein.

 

„Kein Ding, ist ein gutes Training“, grinste ihm Peter entgegen, „ich lasse das mit den Hanteln in Zukunft sein und benutze dich. Da habe ich dann auch noch was Hübsches zum Anschauen.“

 

Bobs Mund wurde trocken. Sowas sagte Peter öfter. Da konnte er sich ja in Zukunft auf was gefasst machen, wenn sein Körper und sein Verstand jetzt jedes Mal so reagieren wollten. Fuck. Bloß nichts in Peters Worte reininterpretieren, schalt er sich. Egal, wonach sie objektiv klangen, Peter meinte es nicht so. Trotzdem schlug sein Herz jetzt schneller und die Schmetterlinge in seinem Bauch begannen wieder zu flattern. Er war ja so am Arsch.

 

„Vielleicht fahre lieber ich deinen Wagen, mh? Gibst du mir die Schlüssel?"

 

Bob griff danach und legte sie in die Hand des Zweiten. Und wo seine Finger Peters Haut berührten, fing ein kleines Feuer an zu lodern, das drohte, ihn in Brand zu stecken.

 

Schnell zog er seine Hand weg.

 

Verdammt. Wie sollte das nur werden?

Notes:

Hoffentlich konntet ihr damit etwas anfangen!

Über Kommentare und Kudos freue ich mich sehr!

Ich bin auch auf Tumblr @peterundbob5eva

Alles Liebe <3

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