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I was all over him

Summary:

Peter trägt einen betrunkenen Bob nach Hause und sie haben sich lieb, that's all :)

Notes:

Ich lebe auch noch :0
Irgendwie geht momentan alles drunter und drüber, darum konnte ich mich nie dazu überreden mich hinzusetzten und etwas zu schreiben. Der kreative Teil in meinem Gehirn hat sich einfach verabschiedet.

Naja, jetzt ist wenigstens das hier entstanden :,)
Enjoy^^

https://www.youtube.com/watch?v=Chcy9K6ywjA&list=RDDcolWlw-WVQ&index=11

(See the end of the work for more notes.)

Chapter 1: I was all over him

Chapter Text

Don't know what I wanted, I have a memory
Back at that party, I was all over him

 

Bob starrte auf den Asphalt vor ihm, der in Rekordzeit unter seinen abgenutzten Turnschuhen verschwand und das, obwohl er weder seine Beine, geschweige denn seine Füße spüren konnte.

"Peter, wieso laufe ich?", er konnte seinen Freund zwar nicht sehen, spürte und roch aber, dass er in der Nähe war. Den Schweiß-Sportler-Alkohol-Mix konnte man wahrscheinlich noch drei Kilometer gegen den Wind riechen.

"Du läufst nicht", säuselte Peters vertraute Stimme, die erschreckend nah war und aus der man deutlich das breite Grinsen heraushören konnte.

"Wo bist du?", fragte Bob weiter. Sein Kopf war schwer, er konnte nicht anders, als auf den stets vorbeiziehenden Boden zu starren. Er fühlte sich schlaff und brachte nicht mal die Kraft auf, sich die etwas zu lang gewordenen, blonden Locken aus dem Gesicht zu streichen.

"Ich wusste, der Shot-Marathon mit Jeffrey war keine gute Idee", hörte Bob den Rothaarigen murmeln, bis er plötzlich auf ein regelmäßiges Schütteln aufmerksam wurde.

"Peter, es wackelt", brabbelte Bob und so langsam kamen seine Sinne zurück.

Obwohl es stockdunkel war, erkannte Bob die Straße auf der sie liefen- oder nach Peters Aussage hin anscheinend nicht liefen- es war kurz vor der Einfahrt zu Peters Haus. Er könnte diesen Weg blind gehen und würde trotzdem jede Kurve und Einkerbung im Boden erkennen.

Er spürte seine Arme, die wie bei einem Zombie, schlaff vor seinem Körper hingen, und er fühlte einen zweiten Körper fest an sich gedrückt und überraschend warm. Tatsächlich lief er nicht, seine Beine waren um genau diesen Körper geschlungen und pressten sich an ihn. Sein Bauch war so dicht an Peters Rücken, dass kein Blatt zwischen sie passen würde, während seine Arme wie Wackelpudding über dessen Schultern baumelten.

"Entschuldigung, du bist aber auch nicht gerade ein Fliegengewicht", obwohl Bob keine Ahnung mehr hatte, was davor gesagt wurde, schloss er aus diesem Satz, dass er wohl getragen wurde. Dies bestätigte sich, als Peter ihn schließlich wieder absetzte und er endlich doch den Boden unter seinen Füßen spüren konnte.

"Wah", der Kleinere schwankte und wäre beinahe die kleine Treppe zu Peters Haustür rückwärts wieder herunter stolpert, hätte dieser ihn nicht rechtzeitig aufgefangen.

"Du musst aufpassen, wo du hintrittst", ermahnte der Rothaarige ihn, so als würde er mit einem Kind sprechen. Auch er schien nicht ganz nüchtern zu sein, jedoch war er bei weitem nicht so angeschlagen wie Bob.

Ehe der Blonde sich versah, hatte sich ein kräftiger Arm um seine Hüfte geschlungen und beförderte ins Haus. Das leise Knacken vom Schlüssel hatte er gar nicht mitbekommen. Sein Fokus lag auf der großen Hand auf seiner Taille, die Elektroimpulse in seinen Magen schickte und eine angenehme Gänsehaut hinterließ.

Bob hing den Armen des Größeren und ließ sich mitschleifen, bis dieser plötzlich zu einem abrupten Halt kam. Sie standen vor der langen, steilen Treppe der Shaw's. Gerade als Bob sich seinem Freund zuwenden wollte, um ihm zu sagen, dass er es sehr wahrscheinlich nicht dort hoch schaffen würde und es auch okay sei, auf der Couch zu schlafen, spürte er etwas unter seinen Knien. Ehe er sich versah, war er wieder in der Luft und wurde von Peter im Brautstil die Treppe hochgetragen. Halb aus Reflex, halb aus Angst, schlang er seine Arme um dessen Hals und klammerte sich an ihm fest.

Er redete und redete, vergaß jedoch nach jedem Satz wieder, was er gesagt hatte. Sanft wurde er von Peter auf dessen Bett abgesetzt, wo ihm sofort der vertraute Geruch von dreckigen Sportsachen, Männerdeo und Vanille Shampoo in die Nase stieg. Nur am Rande bekam er mit, wie Peter ihm das T-Shirt über den Kopf zog, um ihn Bettfertig zu machen.

Anscheinend musste er ein paar echt komische Sachen gesagt haben, denn spätestens als Peter sich daran machte, dem Blonden die Jeans auszuziehen, hatte sein Gesicht die Farbe einer reifen Tomate angenommen.

Keine Sekunde später fand Bob sich in einem von Peters Pullovern und einer gemütlichen Jogginghose wieder. Während der Rothaarige sich ins Bad verabschiedete, kuschelte Bob sich bereits unter die warme Decke. Er konnte sich nicht erklären, warum er nun bei Peter war oder wieso in seinem Kopf ein Feuerwerk explodierte, jedoch fühlte er sich sicher und geborgen.

Sobald er seine Augen schloss, kreisten ungewollte Erinnerungen vom heutigen Abend durch seinen Kopf. Er konnte sich zwar nicht an viel erinnern, jedoch gab es da einen Moment, der sich dauernd vor seinem inneren Auge abspielte.

Er sah sich selbst von oben auf einem Sofa sitzen, Peter saß neben ihm, während Jeffrey vor ihnen Beiden stand und etwas erzählte. Genau, es war die Party, an die er von Peter mitgeschleppt wurde. 

Bob wusste nicht, wie ihm geschah, er wusste nur, dass auf diesem Sofa etwas geschehen ist. Ein Teil seiner Erinnerungen fehlte, sie ergaben keinen Sinn, hatten keinen Zusammenhang.

Die Umgebung war schwarz, die Musik wurde immer leiser und verwaschener. Er hatte das Gefühl zu sterben, er fühlte sich so allein und verloren, konnte seinen Körper weder spüren, geschweige denn bewegen. Bob wollte schreien, nach etwas greifen, halt finden, sich befreien. Doch nichts.

Bei dem Versuch sich zu erinnern, was danach geschah, zog er angestrengt die Augenbrauen zusammen. Ganz ausmachen konnte er es nicht mehr, er wusste nur, dass er plötzlich in Peters Gesicht sah, der ihn besorgt und belustigt zugleich angrinste. Kurz darauf lag er in seinen Armen.

Peter... genau Peter hatte ihn gerettet. Aus seiner Verzweiflung, seiner Einsamkeit raus. Er war derjenige, der Bob zu dieser Party geschleppt hatte, der ihn unbedingt an seiner Seite haben wollte. Derjenige, dem Bob alles anvertrauen konnte und bei dem er sich zu Hause fühlte.

Erschrocken riss Bob seine Augen auf, es war dunkel und für eine Millisekunde hatte er das Gefühl zu fallen. Er riss seinen Kopf zur Seite, wo er direkt in Peters dunkle Augen blickte.

"Wow, alles gut?", fragte dieser belustigt. Seit wann lag er schon neben ihm? Egal, Bob hatte sowieso schon längst jeden Sinn für Zeit verloren.

"Danke, dass du mich gerettet hast", flüsterte Bob und nahm gar nicht war, wie Peters Mundwinkel für den Bruchteil einer Sekunde amüsiert nach oben zuckten.

"Mach ich doch immer gerne", obwohl Bob nicht mehr genau wusste, was auf diesem Sofa passiert war, wusste er, Peter hatte ihn herausgeholt.

"Danke, dass du immer für mich da bist", murmelte Bob nun, "Ich habe dich echt lieb, weißt du das?"

"Ich habe dich auch lieb, Bob", flüsterte Peter zurück, schlang seine Arme um den Blonden und zog ihn näher an sich heran. Er vergrub sein Gesicht in den weichen Locken und presste ihm einen sanften Kuss auf den Scheitel. Bob lächelte glücklich und wurstelte seine Arme etwas umständlich unter der Decke hervor, um die Umarmung zu erwidern.

Mit einem wohltuenden Seufzen kommentierte er die Hand, die Kreise über seinen Rücken fuhr und kuschelte sich noch enger an Peters Brust.

"Versuch jetzt zu schlafen, es ist schon spät", murmelte Peter mit einem Gähnen, woraufhin Bob nickte.

Im Halbschlaf nahm der Rothaarige war, wie sich ein Bein den Weg über seine Hüfte suchte und kurz darauf auch dort liegen blieb. Normalerweise tat Bob das nur, wenn er allein war. Dann klemmte er sich immer ein großes Kissen zwischen die Beine um einzuschlafen, nun musste Peter wohl hinhalten. Unter normalen Umständen hätte Bob sich niemals getraut, sich so eng an seinen Kollegen zu kuscheln. Doch so betrunken wie er war entschied er, die Konsequenzen einfach am nächsten Morgen auszubaden.

Zum Glück schien Peter diese Geste weder richtig wahrzunehmen, noch schien es ihn zu stören. Im Gegenteil. Er entfernte lediglich seine Hand von Bobs Rücken, um sie auf dessen Oberschenkel zu legen und langsam, aber mit festem Griff über sein Bein zu streicheln.

Bob, der noch weit vom Schlaf entfernt war, nahm die Berührung dafür umso mehr war. Peters Hand schien sich durch die zu große Hose auf seine Haut einzubrennen und er war sich sicher, dass sie Spuren hinterlassen würde. 

Vielleicht wäre Bob noch in der Lage, sein Bein vor dem Rothaarigen zu retten, denn in seinem Kopf hatte dieser sich schon festgesetzt. Doch selbst wenn er es könnte, würde er es nicht tun. Er wollte nicht vor Peter wegrennen, denn er war der Einzige in dessen Anwesenheit Bob sich nicht alleine fühlte.

 

We didn't make out or do anything
I just remember I was lonely

 

Notes:

Obwohl das eigentlich eine süße Story sein sollte, habe ich es trotzdem geschafft, dass es gegen Ende dann doch irgendwie traurig wird... Das Lied von dem ich inspiriert wurde ('I was all over her' von Salvia Palth) ist Hauptsache halt auch richtig traurig darum weiß ich gar nicht was ich hier erwartet habe🥲

Naja, das Ende ist ja halbwegs offen geblieben, also kann sich da jeder selbst hineininterpretieren was er will ;)