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In gewisser Weise war der Klang des strömenden Regens besänftigend. Kleine Tröpfchen, grössere Tropfen, sie alle fallen auf den Boden und erreichen ihr vorzeitiges Ende in einer Pfütze mit schlammigem Wasser. Wriothesley erblickte nach der statuenhaften Figur vor ihm - so ernst und gleichzeitig auch tief betrübt.
Wasser schien in diesem Moment das perfekte Element zu sein, auf irgendeiner Weise in der Zeit eingefroren, erschien Wasser auch eine Art Katharsis für den Obersten Richter zu sein und die Art, wie er mit dem gesenkten Kopf vor dem Nichts stand.
Der Herzog summte und sah noch einmal in den grauen Himmel, seinen Regenschirm bei sich, welcher sich wie eine Art von Last in seiner feuchten Hand anfühlte. Er spürte, wie der Schweiss sich mit dem Wasser des Wolkenbruchs vermischte und seine narbenbedeckte Haut erreichte, seine Metallknöchel kaum von kleinem Spritzer und unbedeutsamen Tropfen bedeckt.
Es fühlte sich in gewisser Hinsicht an, als würde er in einen sehr intimen und innigen Moment für Monsieur Neuvillette eindringen – und zum ersten Mal in seinem Leben zögerte er. Er wusste wirklich nicht, ob er die Melancholie des anderen Mannes unterbrechen wollte.
Mit einem tiefen Seufzer und einem Blick auf dem strömenden Himmel über ihm und Neuvillette setzte Wriothesley einen Fuss vor den anderen und schritt ein, mit Regenschirm über dem Kopf, ein seltsames Gefühl der Zuneigung und des Verständnisses, welches tief in seiner Seele loderte.
