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Characters:
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Language:
Deutsch
Series:
Part 41 of Verlorene Fragmente
Stats:
Published:
2024-12-02
Words:
1,112
Chapters:
1/1
Comments:
2
Kudos:
49
Bookmarks:
1
Hits:
699

Lieblingsfragezeichen (113 Das Auge des Drachen)

Summary:

Bob ist eifersüchtig. Peter versichert ihm, dass es keinen Grund dazu gibt.

Notes:

Szene: Emily, die Klientin der drei ??? ist sechs Jahre alt und findet Peter ganz toll. Bob kann das anscheinend nicht gut vertragen und macht daraufhin mehrere zickige Kommentare, als Justus Peter „lobt“. Mehr dazu gleich.

Direkte Zitate aus der Folge sind mal wieder in Kursivschrift.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

„Da haben wir ja mal eine ganz ungewöhnliche Klientin“, sprach Bob. „Und sie hat sich auch direkt ein Lieblingsfragezeichen ausgesucht“, setzte er spitz mit dunklen Blick zu Peter hinzu. 

Justus gluckste, während Peter etwas peinlich berührt meinte: „Könnten wir bitte des Thema wechseln?“ 

„Gern“, sagte Justus sofort und fuhr fort: „Du hast den besten Orientierungssinn, Zweiter.“ Diese Aussage kommentierte Bob mit einem ungläubig angepissten „Seit wann denn das?“ 

Justus war vollkommen auf den Fall konzentriert, ignorierte den Dritten und sprach: „Führ uns zurück zum Tatort.“ Peter ließ sich von seiner Entschlossenheit anstecken und meinte zustimmend: „Hm, kein Problem.“ 

Kaum, dass sie im Wald waren und sich der Vogel ihnen offenbarte, rief Justus: „Du bist der Schnellste, Zweiter.“, als Bob schon wieder mürrisch in Frage stellte: „Seit wann denn das?“ Doch Justus ignorierte ihn und rief Peter zu: „Renn vor und schnapp dir den Vogel.“ 

Energisch antwortete Peter, während er bereits los sprintete: „Ja, wenn’s weiter nichts ist. Aber Fliegen kann ich auch nicht.“

Nach dem aufregenden Vormittag hatten sich die Drei auf dem Schrottplatz eingefunden. Während Justus noch kurz seiner Tante helfen musste, waren Peter und Bob schon mal voraus gegangen. 

Peter blieb nicht verborgen, dass Bob ungewöhnlich wortkarg war, seitdem sie zuvor weitere Ermittlungen angestellt hatten und dabei Emily und ihre Mutter kennengelernt hatten. Kaum, dass sie ihre Zentrale betreten hatten, pfefferte er sein kleines Notizbuch in die Ecke, holte sich beinahe aggressiv eine Limo aus dem Kühlschrank und warf die Tür zu. 

Mit einem wirklich uncharakteristischen Plumpsen ließ er sich aufs Sofa fallen, dann schlürfte er auffällig laut an seinem Getränk. Peter trat ebenfalls zum Kühlschrank, versuchte Ruhe zu bewahren und Bob noch einige Momente zu geben. Dass hier war im Argen lag, war vollkommen klar. 

Peter lehnte sich an die Küchenzeile ihrer Zentrale. Bob sah immer noch so aus, als würde er gerne etwas zertrümmern. „Was ist los?“, fragte er seinen Freund. Bob zog eine Schnute, hatte aber offenbar kein Interesse zu antworten, denn er trank nur weiterhin aggressiv seine Limo. 

Peter seufzte. „Na los, Bob, sprich es einfach aus.“ 

Blaue Augen sahen auf als wollten sie ihn durchbohren. „Du willst also, dass ich Klartext rede?“ „Das wäre super!“, sprach Peter aufmunternd, auch wenn er nicht wusste, was auf ihn zukam. 

„Bist du dir sicher?“, fauchte Bob. Peter seufzte. „Bob, ich sehe, dass dich was angefressen hat. Und ich weiß auch, dass es dir besser geht, wenn du es gesagt hast. Also, Dritter. Sprich dich aus.“ „Ungefiltert?“, fragte dieser immer noch so mies drauf. Doch Peter ließ sich nicht einschüchtern. „Ja.“ 

Bob war richtig wütend, das sah Peter auf einen Blick. „Ich bin süßer als du“, rief dieser. Peter war sprachlos. Das war ja mal deutlich.

„Ich habe hier die strahlend blauen Augen und die goldenen Locken. In den letzten Monaten habe ich damit alle Blicke auf mich gezogen.“ An Selbstbewusstsein mangelte es Bob wirklich nicht und es bestätigte, was Just und Peter schon länger wussten: Er war der Eitelste von ihnen Dreien. 

„Und dann kommt Emily, die kleine sechsjährige Emily, die sofort dich in ihr Herz schließt.“ Peters Augenbrauen schossen hoch. Das war Bobs Problem? 

Doch dieser beachtete ihn gar nicht, schien sich in Rage geredet zu haben. „So sehr, dass sie dich sogar mit auf ihr Zimmer nimmt.“ Er verzog den Mund, machte deutlich, dass ihn dieses Verhalten tatsächlich kränkte. „Ist es überhaupt erlaubt, dass so ein junges Mädchen mit einem älteren Mann allein auf ihr Zimmer geht?“

Peter musste sich auf die Lippen beißen, um nicht laut loszulachen. Er war doch kein älterer Mann. 

Bob sah ihn mit funkenden Augen an. „Es wäre deine Pflicht gewesen dankend abzulehnen.“ Bob sah beinahe trotzig aus, was Peter nur noch mehr amüsierte. „Fertig?“, fragte er. „Nein“, kam es patzig, aber Peter wusste, dass dies nur eine Retourkutsche war. 

Bob sah ihn schlecht gelaunt an, da lag etwas Herausforderndes in seinem Blick. Peter gluckste. „Du bist eifersüchtig“, stellte er fest. 

„Ja und?!“, kam es defensiv. 

„Weil Emily mich erwählt hat?“, fragte Peter ungläubig. „Auch“, maulte Bob. Peter nahm einen Schluck Limo, dann fragte er sanft: „Was noch?“ 

Bob schnaubte. „Du bist halt mein Freund. Ich mag es nicht, wenn andere dich anhimmeln.“ Peter lachte. „Sie ist sechs.“ „Ja und? Sie ist es nicht für die Ewigkeit.“ 

Ungläubig sah Peter seinen Freund an. „Und du meinst, ich würde jetzt noch zwölf Jahre warten, bis sie volljährig ist?“, fragte Peter und führte damit die Absurdität von Bobs Gedanken ans Licht. 

„Nein, natürlich nicht“, rief dieser und wuschelte sich durch die Haare. „Ach man, ich weiß doch auch nicht. Ich mag es einfach nicht.“ Frustriert stellte Bob seine Limo auf den Tisch in ihrer Zentrale. 

Peter betrachtete ihn noch einige Momente mit einem lieben Lächeln. Sein Freund brauchte offenbar ein wenig Bestätigung. Liebevoll sprach er: „Also, ich find dich toll, Bobbele.“ Dieser verzog nur schmollend Mund, seine Arme kreuzten sich vor seiner Brust. 

Peter trat näher, ließ sich auf dem Sofa in einigem Abstand nieder. „Trifft dich das wirklich so, dass ich mal das Herz eines Mädchens erobert habe?“ Bob blickte noch immer finster drein. Offenbar war es so. 

Peters Lächeln wurde breiter. Das war ja beinahe niedlich. „Vielleicht hilft es dir ja zu wissen“, murmelte er und rutschte näher an seinen Freund heran, so nahe, dass ihre Körper sich berührten. „Du bist und bleibst mein Lieblingsfragezeichen.“ 

Bob sah ihn noch immer leicht schmollend an. Doch Peter ließ sich nicht beirren, streckte die Hand aus und kraulte sanft durch Bobs Locken. Diesem entwich ein leiser Atemzug, schließlich wusste Peter, dass Bob das mochte. 

„Hast du es jetzt begriffen?“, fragte Peter leise. „Hm“, brummte Bob nur, was Peter zum Lächeln brachte. Er schloss seine Arme um seinen Freund, zog ihn zu sich, bis der blonde Lockenkopf auf seiner Brust ruhte. Dann legte er seine Hand wieder in das weiche Haar, kraulte durch die Locken und hielt seinen Freund einfach fest. 

Noch einige Minuten vergingen, in denen Bob hin und wieder ungehalten brummte, doch wurde sein Protest immer schwächer. Als Peter schließlich einen sanften Kuss auf sein Haupt setzte, kroch ein erstes zaghaftes Schmunzeln über Bobs Züge. 

„Besser?“, fragte der zweite Detektiv sanft. „Ja“, nickte Bob gegen seine Brust. Zärtlich kraulte Peter weiter und bemerkte, wie Bob sich immer weiter entspannte, sich mehr an ihn lehnte und irgendwann auch seine Atmung deutlich ruhiger wurde. 

„Danke“, sprach Bob leise. Peter lächelte. „Ich werde doch mein Lieblingsfragezeichen in einer Eifersuchtskrise nicht allein lassen.“ 

Noch etliche Momente verharrten sie so. Dann löste sich Bob von Peter und sah ihn mit einem zärtlichen Lächeln an.

Und während Peter es erwiderte, wurde eines in seinem Blick sehr deutlich: 

Peter mochte Emilys Lieblingsfragezeichen sein, aber Bob war Peters unangefochtene Nummer Eins.  

???

Notes:

Ich freue mich sehr darauf zu erfahren, was ihr zum Fragment denkt.

Das nächste beschäftigt sich noch mal mit Folge 113 Das Auge des Drachen. Es werden aber auch Ereignisse aus Folge 166 Die brennende Stadt eine Rolle spielen.

Wir lesen uns. :)

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