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Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 26 of 🌟 Projekte/Wettbewerbe 🌟
Stats:
Published:
2025-02-24
Words:
2,232
Chapters:
1/1
Kudos:
2
Hits:
94

Angriff oder Flucht?

Summary:

Die Schlacht von Hogwarts ist in vollem Gange. Etliche bleiben auf dem Schloss um es zu verteidigen und andere wiederrum flüchten. So auch Pansy Parkinson, doch das wird der Slytherin zum Verhängnis, denn zum Flüchten kommt es erst gar nicht für sie… [Beitrag zum Projekt: Pairings und Tropes:
Wenn Hexen und Zauberer keine Liebestränke brauchen von Dominitschka von fanfiktion.de]

Notes:

Weder Charaktere noch die Geschichte gehören mir, sie sind Eigentum von J.K. Rowling. Ich leihe sie mir unkommerziell aus.

Work Text:

- ANGRIFF ODER FLUCHT -


Wer hat dir das angetan?

- Eine PanVille-Story


Der Geruch von Eisen drang in Nevilles Nase und sofort standen ihm die Nackenhaare zu Berge. In seiner unmittelbaren Nähe schien Jemand verletzt zu sein – insgeheim hoffte er, nicht auf einen Toten zu treffen.

Als Neville etwas weiter durch die Büsche und Sträucher schlich, hörte er Kampfgeräusche und Röcheln.

Ihm klappte der Mund auf.

Unfassbares spielte sich vor seinen Augen ab. Er konnte grade noch mit ansehen, wie Pansy von der mächtigen Pranke des Werwolfs zu Boden gerissen wurde. 

Das Blut spritze nur so umher.

Reglos blieb sie liegen. 

Oh nein… Ist Pansy etwa…

Der Werwolf schnüffelte sie noch etwas an und stupste sie mit Schnauze und Pranke wie eine Katze, in der Hoffnung, sie würde sich nochmal bewegen, damit er seinem perversen Jagdtrieb nachgehen kann, aber sie rührte sich nicht.

Neville war sprachlos. 

Er hätte nicht mal mehr seinen Zauberstab zücken können, um Pansy zu verteidigen, so schnell ging alles von statten.
Trotzdem schoss das Adrenalin nur so durch seine Adern und ließ ihn wie angewurzelt an Ort und Stelle einfach so dastehen.

Naja, nicht ganz einfach so. 

In ihn regten sich blitzschnell die Urinstinkte:

ype="italic"]Angriff oder Flucht, doch sein Gehirn konnte sich nicht entscheiden und so beobachtete er paralisiert, wie der Werwolf Pansy noch einige Male anstupste und beschnupperte, ehe er schließlich von der Schwarzhaarigen abließ und davonrannte.

Erst auf zwei Beinen und dann auf allen Vieren, was für Neville ein bizarrer Anblick war, was den haarigen Oberkörper des Werwesens nicht bessermachte.

Nevilles Herz schlug mindestens 140. Es hämmerte ihn bis zum Hals. Zittrig suchte er die Gegend ab, als er aus den Augenwinkeln ein Zucken wahrnahm.

Pansy bewegte sich. 

Langsam und kaum merklich.

Aber sie bewegte sich.

Innerlich und äußerlich atmete Neville erleichtert aus.

Die Stockstarre endlich besiegt, rannte er auf sie zu und ließ sich neben sie zu Boden fallen. „Du lebst!“, jauchzte er.

„N…Neville?“, kam es erstickt von der sonst so stolzen slytherin‘schen Zicke. Sie konnte nur minimal den Kopf heben. Ihr Gesicht war leichenblass.

Neville schluckte wieder schwer. „Weißt du, w-wer der Werwolf war?“

Pansy schüttelte schwach den Kopf. „Ich… wollte flüchten, die Gefolgsleute von Du-weißt-schon-wer sind auf dem Weg hierher, um Hogwarts zu überfallen. Ich habe mich von meiner Gruppe getrennt, da hat er mich aus dem Hinterhalt angegriffen…“

Nevilles Stirn legte sich in Falten und er schämte sich für seine Gedanken. Er hatte immer gedacht, Pansy würde sich Voldemort anschließen. „Du wolltest dich also in Sicherheit bringen?“

Pansy nickte minimal.

Neville sah sich erneut hektisch um. Niemand war in der Nähe. Es schien, als wäre ausgerechnet hier die Zeit kurz stehen geblieben. 

Was sollte er tun? Er konnte sie nicht hier ihren Tod überlassen. Ein Blick auf ihr Bein verriet ihm, dass sie ohne Hilfe innerhalb von kurzer Zeit nicht mehr lange unter ihnen weilen würde. Der Kratzer des Werwolfs war sehr tief und die Wunde klaffend und blutend.

tyle type="italic"]Sind irgendwo die Heiler unterwegs?, schoss es ihn durch den Kopf und wieder sah er sich um, als er erschrak. Pansy krallte sich schwächlich an sein Hosenbein fest.

„Bitte geh nicht, h-hilf mir!“, keuchte sie erstickt. Ihr Atem rasselnd. Und ihr Gesicht noch blasser als noch vor einer halben Minute.

Das würde Neville immer in Erinnerung bleiben. 

Und nicht nur das…

War das ein Bitte? Neville traute seinen Ohren nicht, was Pansy wohl merkte. „Komm schon, lass mich hier nicht verbluten!“

Beim letzten Wort wanderte Nevilles Blick nochmal zu dem Kratzer in ihrem Bein.

Wortlos riss er einen großzügigen Teil seines Umhangs ab und band die Stelle am Bein ab, sodass die Blutung stoppte. 

Zumindest für den Moment.

„Dankeeehe-HEY!“, sagte Pansy und wurde hochgehoben. 

„Wir können hier nicht länger bleiben!“, sagte Neville nur und suchte die Umgebung beinahe schon paranoid abermals ab. 

Hermine würde mir nicht helfen, sie zu heilen… Wo ist Madam Pomfrey?

„Ich sterbe, oder?“

„N-nein, sag sowas nicht. Ich helfe dir! Ich bin bei dir!“

„Aber… warum?“ Ihre Stimme wurde schwächer. Neville biss sich auf die Lippe ohne sie anzusehen.

„Ich bin ein Gryffindor! Mutig und ehrenhaft!“ Die Augen nach wie vor die Gegend absuchend, hatte er endlich gefunden, wonach er gesucht hatte. Madam Pomfrey und einige andere Zauberer und Schüler, welche im Heilen begabt waren, hatten als magisches Erkennungszeichen ein rotes leuchtendes Plus über ihren Köpfen schweben, was die Gegenseite nicht sehen konnte.

„St…stimmt scho-hon… irgendwie…“

Wie bitte was? Hat sie mich grade indirekt als mutig und ehrenhaft betitelt? Neville konnte nicht anders, als kurz seinen Blick über sie schweifen zu lassen.

Ihre Gesichtszüge waren ebenmäßig, auch wenn diese grade vor Schmerz angespannt hatte. Das gab Neville einen Stich ins Herz.  


„Ahhh…“, stöhnte Pansy plötzlich leise. Neville konnte nur erahnen, was sie grade durchmachte.

„Hier nimm das! Es lindert etwas die Schmerzen.“

Er hielt ihr ein kleines Fläschchen mit hellgrüner Flüssigkeit entgegen.

„Was… ist das?“

„Diptam-Tee. Lindert etwas die Schmerzen.“

Neville sah Pansy wohl etwas zu genau an, denn er bemerkte nicht, wie sich Jemand nährte.

„Ich… Danke…“ Mit zittrigen Händen nahm sie die kleine Flasche. Sie trank die Hälfte, als auf einmal ein Lichtblitz durch die Dämmerung schnellte.

Ein heftiges Depulso knallte mit voller Kraft auf Nevilles Rücken und fast wäre er mit Pansy auch nach vorne übergekippt, aber er konnte sich grade noch so halten und feuerte blindlings ein Expelliarmus nach hinten.

„Verflucht! Mein Zauberstab!“, hörte er ausgerechnet Rodolphus Lestrange hinter sich lautstark keifen.

Neville war mit einem Male starr vor Schreck. 

Sein Herz fing wieder an zu rasen und seine Sicht verschwamm. Er sah das graue Schloss und die grüne Waldlandschaft nur noch als Farbkleckse und auch Pansy war zu einem schwarz weißen Farbspiel mit grün-silber geworden.

„Da hat mein Werwolfkumpel mich ja auf die richtige Fährte gebracht – Hahaha! Crucio!“

Automatisch ließ Neville Pansy los, sie landete unsanft auf dem Boden und Neville erlebte den größten Schmerz seines Lebens. 

„Wie fühlt es sich an, denselben Zauber wie seine Eltern zu spüren? Du wirst in ihre Fußstapfen treten! Ich habe gehört, ein Bett neben den Schwachköpfen im St. Mungos ist für dich frei und die Longbottoms wären endlich wieder vereint! HAHAHA!“

Die Crucio-Schmerzen waren sofort da und das heftig und stark. Neville fühlte sich, als würden seine Eingeweide von innen nach außen gedreht werden. Unkontrolliert zuckten seine Gliedmaßen und er fing an zu sabbern und zu stöhnen. Er empfand den Schmerz als brennend, stechend und pochend zugleich. Und sein Herz pochte auch und zwar immer schneller, bis es wieder raste.

Heiß und kalt änderten sich sekündlich und auch die Art der Schmerzen und wo sie stattfanden. 

Japsend spürte er, wie die Schmerzen von oben nach unten, von der Kopfhaut bis zu den Zehen und wieder zurückwanderten. An den vor Schmerz pochenden Stellen wurde es warm und die Erschöpfung machte sich langsam breit. Die körperlichen Schmerzen ließen nach, aber dafür kamen die psychischen Schmerzen. 

Eine tiefe Art von Angst überkam ihn. 

Er war nie genug. Egal wie sehr er sich auch anstrengte. Neville war Abfall. Müll. Nicht zu gebrauchen. 

Es brannte.

Es pulsierte.

Es stach.

Und das alles auf einmal.

Und 10000 Mal stärker als alles was er je an Pein in seinen jungen Leben gefühlt hatte.

In seinen Ohren klingelten immer wieder die Worte:

Nichtsnutz

Taunichtgut

Wertlos

Abfall

Schmutz

Die Gedanken rasten und wiederholen sich zu einer Abwärtsspirale des Schmerzes und schon bald hatte er kein Gefühl mehr in seinen Händen und Füßen. Schließlich knickte er um. 

Sehr zu Rodolphus‘ Vergnügen.

Sein diabolisches Lachen ging ihm durch Mark und Bein. Augenblicklich musste er an seine Eltern denken und Tränen bildeten sich in seinen Augen.

Er konnte sie nicht zurückhalten. Unkontrolliert rannen sie seine vor Schmerz geröteten Wangen hinunter. Sein Gesicht entstellt von Pein.

Schlussendlich knickte er ganz ein und landete mit dem Gesicht im Matsch.

Rodolphus endete den Fluch und lachte hallend, was Neville in den Ohren klingelte.

Neville rappelte sich nach einiger Zeit zuckend auf, bis er schließlich mit ernster Miene vor ihm stand, was Rodolphus merklich wunderte. „Warum stehst du denn noch? Noch nicht genug? Willst du einen Nachschlag? Na gut, hier kommt er, nur für dich, Kleiner! Cru-“

Levioso!“, keuchte Pansy und Rodolphus verlor den Boden unter den Füßen. Schwebend zappelte er in der Luft herum. „Was soll das, du kleine Rotzgöre? Hey! Du bist eine Slytherin, also benimm dich auch so! Du sollst auf unserer Seite sein! Auf der Seite des Dunklen Lords! Und nun lass mich runter!“

Pansy sackte endgültig zusammen. „Zeig mir, wie mutig und… ehrenhaft du bist, Neville…“

Arresto Momentum!“, schrie Neville und Rodolphus‘ verwunderter Gesichtsausdruck war eine echte Genugtuung für ihn.  

Neville hob Pansy immer noch zuckend auf, Crucio wirkte noch nach, und er rannte zum roten leuchtenden Kreuz.

Jetzt war höchste Eisenbahn geboten, sie hatte das Bewusstsein verloren.

Neville konnte es kaum glauben, aber er kam unbeschadet und nur eine Minute später bei Madam Pomfrey an, welche unglaubwürdig guckte, als Neville Pansy auf dem behelfsmäßigen Bett im Notfallzelt ablegte.

„Den Kratzer kann ich heilen auch wenn er tief ist, aber die Verwandlung werde ich nicht-“

„Sie müssen nicht weiterreden, ich bleibe an ihrer Seite, egal was passiert!“

Pansy wisperte: „Wieso tust du das?“

„Weil du mir das Leben gerettet hast.“

Pansys Gedanken schossen ihr wie ein Orkan durch den Kopf. Neville hatte definitiv etwas in ihr zum Laufen gebracht. Sie war sich nur nicht so sicher was es war. War es vielleicht auch nur Adrenalin von dem Werwolfsangriff oder war es tiefgründiger?

Dann dachte sie kurz an Parvati Patil, von der sie wusste, dass nicht alle Gryffindors Dummköpfe waren. Warum war ihr Neville nie aufgefallen? Hatte sie Slytherin und die Dunkle Magie so sehr vereinnahmt, dass sie Wesentliches nicht mehr wahrgenommen hatte?
Sie machte sich Gedanken darüber, ob es ihre Schuld war, dass sie dem Dunklen Lord und Draco Malfoy ohne zu hinterfragen gefolgt war.

Nun hinterfragte sie sich, 

ihre Moralvorstellungen 

und Standards. 

Das war alles ganz schön viel für sie. Hinzu kam, dass sie vielleicht ein Werwolf werden würde und vor ihr stand der junge Mann, der sie vor dem Tod gerettet und ihr die Augen geöffnet hatte. 

Während sie den nächsten Satz sprach, studierte sie seine Gesichtszüge genau. Sie waren grob und markant und umrandeten die liebsten und treusten Knopfaugen, die sie je gesehen hatte und die ihr mit einem Mal die Sprache verschlugen. 

Was war nur los mit ihr? 

Sie schob es auf den Werwolfsangriff. 

Fürs Erste zumindest.

Sie schluckte schwer und krallte ihre Hände in ihre Bettdecke. „Und was ist, wenn ich meine Schuld nur begleichen wollte, weil du mir zuvor mein Leben gerettet hast?“

„Dann ist das eben so.“

Pansy horchte tief in sich hinein. So tief sie unter Schmerzen eben konnte und hinterfragte sich immer mehr. 

Sie konnte sich nicht mehr in Ausreden flüchten. Neville hatte definitiv etwas in ihr bewegt.

„Aber… es ist nicht so.“

„Wie bitte?“ Neville klappte der Mund auf und ein paar schiefe Zähen kamen zum Vorschein, die Pansy aufgefallen waren, aber diese keinesfalls als störend empfand, im Gegenteil, sie fand sie drollig. 

Lag das an dem Mittel, was Madam Pomfrey ihr gegeben hatte?

Sie hätte ihn verspotten können, ihn sogar beleidigen können, doch stattdessen sagte sie Folgendes und das zu ihrer – und seiner - Verwunderung:

„Es ist nicht so…“, wiederholte sie sich. „Ich wollte nicht nur meine Schuld begleichen. Deine mutige Art hat etwas in mir verändert. Ich habe in der Vergangenheit so viele Fehler gemacht und bin nie für was eingestanden oder für das… Falsche… Dann kommst du daher und stehst für mich ein. Das hat etwas in mir bewegt… Dafür… da-danke ich dir. … Dass ich ein Werwolf bin ist die richtige Strafe! Und du musst nicht bei mir bleiben!“

„Ich will aber!“

Sie sahen sich lange an.

„Warum?“, fragte sie verwirrt mit schwacher Stimme.

Neville legte eine Hand auf ihre und atmete tief durch. 

„Ich bewundere dich, Pansy Parkinson!“

„W-was?“

„Du hast es nach all den Jahren geschafft umzudenken und dich von der dunklen Seite gelöst.“

„Wie meinst du das? Ich kann dich ja auch einfach anlügen, so nach guter alter Sly-Slytherin-Manier, o-oder?“

„Es gibt nicht nur schlechte Slytherins, Pansy und naja, du hast dich dem Werwolf gestellt und hast Rodo… Rodo…“, Neville kam nur schwer der Name über die zitternden Lippen. „Du hast Rodolphus Parolie geboten!“

Pansy lächelte schläfrig bei seinen Worten, aber dieses kleine Lächeln verschwand ebenso schnell wie es gekommen war. „Ich war jahrelang ein Tyrann und das verzeihst du mir?“

„Es wird dauern, aber… ja, die Zeit wird hoffentlich kommen.“

Pansy fing an zu weinen.

Madam Pomfrey kam herbei. „Sie darf sich nicht überanstrengen bei der Heilung!“, sagte sie und wippte mit dem Zauberstab. 

Pansy seufzte tief und schlief augenblicklich ein. „Und außerdem denke ich, dass wir nicht länger alleine sind.“ Sie nickte zum Ausgang des Zeltes, wo auf einmal Schatten zu sehen waren und auch Stimmen von mehreren Zauberern und auch Bellatrix‘ hysterisches Lachen war zu hören, was Neville kurz schlecht werden ließ.

„Bis hierher hat der Werwolf die Spur der Verräterin verfolgt.“, zischte Bellatrix teuflisch und Rodolphus erwiderte: „Und die von meinem kleinen Freund Longbottom!“

Seine krächzige Stimme verstärkte Nevilles mehr als nur flaues Gefühl im Magen und ließ ihn kurz schwindelig werden, doch mit ernster Miene sah er nochmal zu Pansy und zückte zuversichtlich seinen Zauberstab, dieses Mal hatte er ihn direkt parat. 

„Auf in den Kampf!“

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VORGABE: Pansy Parkinson x Neville Longbottom und Who did this to you? (Wer hat dir das angetan?)

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