Actions

Work Header

Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandoms:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
English
Series:
Part 40 of The Pack Survives
Stats:
Published:
2022-02-01
Completed:
2022-02-01
Words:
932
Chapters:
2/2
Comments:
7
Kudos:
26
Bookmarks:
1
Hits:
208

Ich will nicht sagen, weinet nicht. Denn nicht alle Tränen sind von Übel. / I will not say do not weep, for not all tears are an evil.

Summary:

Ein trauriger, doch hoffnungsvoller Moment, mit dem ich vorerst meine Postkanon-Drabbles abschließen will.
A sad, yet hopeful moment with which to conclude my postcanon drabbles for now.
Chapter 2 = English translation

Notes:

Titel aus … Wem mache ich was vor? Ihr alle wisst, wo ich das Zitat geklaut habe.

Chapter Text

Jon schlug langsam die Augen auf. Warum war es so anstrengend? Ach ja, richtig. Jemand hielt seine Hand. Seine kleine Lyanna. Aber warum weinte sie?

„Shh. Es ist schon in Ordnung mein Kleines. So sind die Dinge nun mal.“

„Papa!“

Jon hob die Hand um ihre Tränen wegzuwischen, aber es wollte ihm nicht so ganz gelingen. Er sah sich um. Alle waren da. Seine Kinder, sein Neffe, seine Enkelkinder. Sie waren alle schon so groß. Wann war das nur passiert? Seine kleine Schwester war auch da. Jon runzelte die Stirn. Seit wann hätte denn die kleine Arya graues Haar? Aber ihre Augen hatten immer noch dieses Funkeln.

„Arya.“

„Ja, ich bin hier.“

Arya trat näher heran.

„Arya, du musst auf sie aufpassen. Versprich mir auf sie aufzupassen.“

Arya lächelte.

„Natürlich.“

Jon hob die Hand um durch Aryas Haar zu wuscheln, grau oder nicht. Sie lächelte immer noch.

„Meine kleine Lieblingsschwester.“

Arya gab ihm einen Kuss auf die Wange. Jon ließ seinen Blick wandern, bis er seinen Sohn fand.

„Ned.“

„Ja, Vater?“

Auch in Neds Augen standen Tränen. Er schämte sich nicht seine Gefühle zu zeigen. Das war gut.

„Ned, deine Schwester wird deine Hilfe brauchen.“

Ned lächelte.

„Natürlich werde ich ihr helfen. Ich bin ihr Ritter, schon vergessen?“

Jon lächelte zurück.

„Gibt es etwas, das ich eurer Mutter ausrichten soll?“

Es war so anstrengend, die Augen offenzuhalten. Er würde sie schließen, nur für eine kleine Weile. Jon hörte die Antworten seiner Kinder nicht mehr.

Als Jon die Augen wieder aufschlug ging es viel leichter. Und er war nicht mehr in einem dunklen Zimmer. Er war im Götterhain. Jon atmete die kalte frische Luft ein. Er hatte schon lange nicht mehr so tief durchatmen können. Beim Herzbaum stand eine Gestalt. Sansa. Genauso schön, wie an ihrem Hochzeitstag. Seine Sansa stand da und wartete auf ihn. Als hätte sie seinen Gedanken gehört sagte sie:

„Du hast mich ja ganz schön warten lassen.“

Doch es lag kein Vorwurf in ihrer Stimme und sie lächelte ihn zärtlich an.

„Sansa.“

Jon streckte die Hände nach ihr aus, zögerlich, als hätte er Angst, dass sie verschwindet, wenn er sie berührt. Doch Sansa ergriff seine Hände und zog ihn zu sich heran.

„Sansa.“ sagte Jon noch einmal und dann küsste er seine Frau mit all der Liebe, die er für sie empfand. Sansa erwiderte den Kuss. Nach einer Weile löste sie ihn vorsichtig.

„Das hat mir gefehlt.“

Sie errötete ein wenig, wandte aber den Blick nicht ab.

Hinter sich hörte Jon entfernte Rufe.

„Die Königin im Norden! Die Königin im Norden! Die Königin im Norden!“

Jon blickte hinter sich und runzelte die Stirn. Irgendwie schien Winterfell weiter weg zu sein, als sonst.

„Komm.“ sagte Sansa. „Die anderen warten schon auf uns.“

Jon ergriff Sansas Hand und ließ sich von ihr führen, seiner großen Liebe, in diesem Leben und im nächsten.