Work Text:
all I wanna do is
make our in your bed
do everything but talk instead
we’re too young to let a good thing go to waste
say the things we shouldn’t say
give me a reason to want to stay
we’re too young to let a good thing go to waste
Die Sterne funkelten wie kleine goldene Schätze in den unendlichen Weiten des nachtblauen Himmels.
Die Spitzen der sich im Wind wiegenden Bäume wie die Krone eines schlafenden Riesenkönigs.
Und die Klänge des nächtlichen Waldes wie ein Wolke geflüsterter Geheimnisse um ihn herum.
Wenn er seine Gefühle doch nur in Worte fassen könnte, seine tiefe Wertschätzung für die Schönheit dieses Moments.
Aber, an Jupiter war kein Poet verloren gegangen. Er genoss Zeiten wie diese lieber in Stille. Doch diese würde nur noch von kurzer Dauer sein, denn hinter ihm öffnete und schloss sich der Reißverschluss des Zelts.
“Jupiter? Hier bist du also… kannst du nicht schlafen?”
Er wandte sich um. In der nahezu vollkommenen Dunkelheit konnte er Peters Umriss nur gerade so erkennen, obwohl er gute Augen hatte.
“Nicht wirklich. Ich weiß auch nicht warum”
Der zweite Detektiv setzte sich neben ihn auf den umgefallenen Baumstamm.
I can’t wait another minute here
futile words we say won’t take the fear
Peter atmete ruhig. Als er neben Jupiter saß, nahm dieser wahr, wie viel Wärme dieser ausstrahlte, war er gerade noch aus dem Zelt geklettert.
Noch war der Sommer nicht vollkommen da und die Nächte in den Bergen konnten fröstelnd sein.
“Ist dir nicht kalt?”, fragte Peter aufeinmal, als hätte er Jupiters Gedanken gelesen.
“Ein bisschen”, gab dieser zu. Aber es war okay. Er würde gleich wieder ins Zelt gehen.
Auch wenn ihn die Lust auf Abenteuer und das Lösen kniffliger Rätsel permanent in den Fingern juckte, so war der erste Detektiv immer sehr dankbar für diese Momente der Ruhe und Entspannung.
Einfach nur mit seinen Freunden ein paar Tage in der Natur verbringen. Auch wenn diesmal nur Peter bei ihm war, da der dritte Detektiv anderweitig verhindert war.
Peter rückte näher und legte die Decke, die er offenbar mitgebracht hatte, über Jupiters Schultern.
“Es ist schon okay”, sagte Jupiter schnell, der spürte, wie sich eine Wärme in seinen Wangen ausbreitete, die nicht von der Decke herrührte.
“Keine Widerworte”, gab Peter zurück, und man konnte das Grinsen in seiner Stimme hören.
I’ve spent hours thinking that the time is right
you keep looking at me, I look away
Jupiter schätze Peters aufopfernde Art und scheinbar grenzenlose Hilfsbereitschaft mehr als alles andere.
Er wusste, dass wenn er am anderen Ende der Welt in Lebensgefahr schwebte und Peter mitten in der Nacht durch Eis und Schnee zu ihm laufen müsste, er sich auf seinen besten Freund verlassen konnte.
Er sah auch Bob als seinen besten Freund, aber mit Peter war das… anders.
Mit Peter konnte Jupiter stundenlang einfach nebeneinander auf einem Baumstamm im Wald sitzen, und die Sterne beobachten, und einfach nur genießen, dass man einander hatte.
“Weißt du, ich glaube ich würde gerne wieder rein gehen”, sagte Peter nach einer kleinen Weile der andächtigen Stimme vorsichtig.
“Ist dir kalt?”, fragte Jupiter.
“Mh-hm”, antwortete der zweite Detektiv, “Das Zelt ist so warm und gemütlich… und ich bin auch ein bisschen müde”
“Na dann”, gab sich Jupiter geschlagen, “Zurück in die Koje”
Peter klang überrascht: “Du kommst mit? Du musst nicht… wenn du lieber hier bleiben willst”
“Nein… wenn ich schon nicht schlafen kann, dann kann ich das auch in der Wärme und auf einer Matratze liegend”
Peter antwortete nicht sofort, aber Jupiter spürte, wie dieser sich leicht bewegte, als wäre er im Begriff, eine Bewegung zu machen… vielleicht auf Jupiter zu?
“Danke”, sagte er dann. Leise. Vorsichtig.
what do you want from me?
fearful of the truth, oh is it just a game?
Jupiter sank in die Matratze des Zeldes, und hörte wie Peter den Reißverschluss zuzog.
Dann legte sich der zweite Detektiv neben ihn und wickelte sich wieder in die Decke ein.
“Wieso… warst du eigentlich wach?”, fragte Jupiter dann, an die Zeltwand starrend.
“Ich… ich weiß nicht. Irgendwie… hab mich unwohl gefühlt… ich war so im Halbschlaf… und dann hab ich gemerkt, dass du nicht mehr hier bist”
Jupiter kicherte und wandte sich zu Peter. Er konnte schemenhaft die Umrisse des Anderen erkennen. “Hast du mich vermisst?”
“Nein…”, gab Peter zurück und klang… ungewöhnlich verstimmt. Fast schon beleidigt.
Doch bevor Jupiter darauf reagieren konnte, korrigierte sich Peter: “Vielleicht ein bisschen. Ich bin nicht gerne allein hier draußen im Wald”
Jupiter lächelte. Es fiel ihm nicht immer einfach, die Emotionen seiner Mitmenschen zu verstehen, und oft fragte er sich, ob er für sie genau so wichtig war, wie sie für ihn.
Zu hören… wie viel es Peter bedeutete, Jupiter an seiner Seite zu wissen… genauso viel wie es ihm selbst bedeutete… das fühlte sich sehr gut an.
“Naja… jetzt bin ich ja hier, oder? Alles ist gut” Das hätte man einfach als einen Scherz verstehen können, aber Jupiter meinte es ernst.
Peter nickte zur Antwort. Soviel konnte Jupiter noch erkennen.
Jupiter schlang seine eigene Decke fester um sich, und versuchte selbst, wieder einzuschlafen.
what does this really mean?
so would you say something to make me stay the night?
Immer noch kreisten viele Gedanken durch seinen Kopf und er dachte viel über seine Freundschaft mit Peter nach. Sie hatten fast ihr ganzes Leben an der Seite des anderen verbracht.
Er konnte sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.
Da spürte er wie sich Peter zum wiederholten Male hin und her wandt, sich offenbar fest an seine Decke klammernd.
“Peter… ist alles okay?”, fragte er leise.
“Ich… ja…”, sagte dieser leise.
Jupiter seufzte. Er wusste, dass das wahrscheinlich nicht stimmte.
“Jetzt sag schon”
“Mir ist echt kalt”, gab Peter zurück, “Meine Decke ist viel zu dünn, ich hab mich nicht richtig hierfür vorbereitet”
“Zu kalt? Möchtest du meine Decke haben?”, bot Jupiter wie selbstverständlich an.
Peter zögerte.
“Aber dann frierst du doch”
“Komm mal her, Peter…”, flüsterte Jupiter, und rutschte etwas näher.
Peter tat das gleiche. Die beiden Jungen stießen sanft gegeneinander.
Jupiter spürte seinen eigenen Kopf auf der Höhe von Peters Brust.
all I wanna do is
make our in your bed
do everything but talk instead
Peters Arme schlossen sich wie von alleine um Jupiter, der nun mit dem Rücken gegen Peters gelehnt da lag.
Er spürte, wie kalt Peters Hände und Finger geworden waren.
“Du bist so schön warm”, flüsterte Peter, das Gesicht in Jupiters unzubändigenden dunkelbraunen Haaren vergraben.
“Danke”, flüsterte Jupiter, der die beiden Decken über sich und Peter zog.
Peter drückte ihn fest.
Es fühlte sich unbeschreiblich gut an.
Meistens war Jupiter etwas zögerlich, wenn es um Umarmungen und körperliche Nähe ging.
Aber gerade… war das sehr gut.
Er wusste gar nicht, dass es sich so gut anfühlen konnte, einen anderen Menschen bei sich zu haben.
“Ist das wirklich okay?”, fragte Peter, und seine Stimme klang jetzt schon schläfriger.
“Mehr als okay”, flüsterte Jupiter so leise, dass er nichtmal wusste, ob Peter ihn gehört hatte. Aber dieser hielt ihn einfach nur fest, und Jupiter genoss es.
Wie gut dass niemand sehen konnte wie knallrot sein Gesicht angelaufen war.
we’re too young to let a good thing go to waste
Der Morgen kam früh, und Jupiter erwachte, für einen Moment unsicher, wo er war und was letzte Nacht passiert war.
Dann schossen die Erinnerungen zurück in seinen Kopf. Peter. Die Umarmung. Wie die beiden aneinander gekuschelt eingeschlafen waren, die emotionale und phsyische Wärme des jeweils anderen genießend.
Dann setzte sich die unfassbar schmerzhafte Realisierung ein, dass Jupiter alleine im Zelt lag.
Sofort setzte er sich auf, so schnell, dass ihm kurz schwindelig wurde.
Wo war Peter? War alles nur ein Traum?
Sein Gehirn schien unfassbar langsam zu arbeiten.
Da öffnete sich der Zelteingang, und ein Strahl gleißender Morgensonne fiel auf ihn, schmerzlich blendend.
Glücklicherweise verdeckte dieser fast sofort ein Schatten; ein Schatten, der zu ihm ins Zelt stieg.
“Peter”, sagte Jupiter atemlos.
“Oh, du bist wach. Sorry ich war kurz… austreten”, kicherte Peter.
Jupiter atmete erleichtert aus.
“Hast du mich vermisst?”, scherzte Peter nun, und diesmal hatte Jupiter keinen weg, sein rosig anlaufenden Wangen zu verstecken.
Er nickte.
Peter grinste. “Aww… warte, das haben wir gleich…”
Er stieg schnell zu Jupiter unter die Decke und, zu dessen kompletten Unglauben, schloss seine Arme fest um ihn.
“Besser?”, fragte Peter, doch er bekam keine Antwort.
Jupiter schloss seine Arme um Peter, und hielt sich sehr, sehr fest.
say the things we shouldn’t say
give me a reason to want to stay
Lange weigerten sich die beiden, aus dem Bett und Zelt zu steigen, es war einfach zu warm und zu gemütlich, so beieinander zu liegen, Jupiter das Gesicht in Peters Pullover vergraben, Peter Jupiter festhaltend.
“Sag mal… Jupiter”, flüsterte Peter vorsichtig. Der andere nickte nur, um ihn zum Weiterreden zu bewegen.
“Ich glaube… ich glaube ich mag das hier ein bisschen mehr als ich dachte. Also… so mit dir hier… so zu kuscheln…”
Jupiter nickte.
Er nuschelte ein “Ich auch”, und löste sich soweit von Peter, dass sich die beiden ansehen konnten.
“Ich wusste gar nicht… naja… dass ich das wollte. Und dann ist es einfach passiert. Aber ich hab ziemlich viel darüber nachgedacht, seitdem ich wach bin. Und ich glaube… eigentlich wollte ich das schon viel länger”
Jupiter nickte ein weiteres Mal.
Schlussendlich hatte er die Worte gefunden, die er brauchte.
“Ich auch. Sehr sogar. Ich habe gar nicht verstanden… dass ich dich mag. Also… so mag… Ich wusste gar nicht, dass sich das so anfühlt. Ich hab noch nie jemanden anderen… so gemocht”
Sein Gesicht musste inzwischen dunkelrot sein, und er brach seine weiteren Gedanken ab.
“Tut mir leid… das ist voll peinlich”, gestand er, und blickte weg.
“Überhaupt nicht”, sagte Peter dann vorsichtig, und ließ eine Hand auf Jupiters Wange ruhen.
“Manchmal ist es schwer, solche Sachen… in Worte zu packen. Manchmal müssen es Taten sein”
“Taten wie… miteinander kuscheln?”, fragte Jupiter vorsichtig.
Er hatte Angst, einen Fehler zu machen. Etwas zu tun, was Peter nicht wollte.
Zum Glück wusste Peter genau, was Jupiter wollte, denn er sagte “Taten… wie das hier…” Und dann lehnte er sich vor, um ihn zu küssen.
we’re too young to let a good thing go to waste
