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Peters Spürsinn (Der seltsame Wecker live)

Summary:

Peter reagiert unerwarteter Weise allergisch. Das bringt ihn dazu nach der Ursache zu forschen. Was er rausfindet, sprengt seine Vorstellungskraft.

Notes:

Inspiration lieferte mir die Live-Tour vom Wecker. Hier reagiert Peter sehr allergisch auf Katzenhaare. Das hat was mit meinem Kopf gemacht. xD

Chapter 1: Peters Spürsinn

Notes:

(See the end of the chapter for notes.)

Chapter Text

Beim ersten Mal war Peter noch der Meinung, es handle sich um einen Zufall. 

Sie hatten sich an einem Montagmorgen noch vor der Schule in der Zentrale versammelt, um schnell die letzten Fakten für die anstehende Englischklausur zu lernen. 

Bereits nach wenigen Minuten in der Zentrale hatten Peters Augen angefangen zu tränen, ein seltsames Kratzen stellte sich in seinem Hals ein. Als er aber auch noch anfing zu niesen, wusste er es: Er reagierte allergisch. 

Irritiert sah er sich um, während er sich die Nase putzte. Hier sah alles aus wie immer: Vom Chaos auf dem Schreibtisch, an dem Bob hockte und seine Karteikarten studierte, über das alte Sofa auf dem er neben Justus saß. „Just?“, fragte er. „Hm?“, meinte dieser in seinen Aufzeichnungen versunken. 

„Hast du ein neues Shampoo oder Waschmittel?“ Irritiert blickten ihn braune Augen an. „Wieso?“ 

„Irgendwie tränen meinen Augen“, sprach Peter irritiert. „Wir verwenden nichts Neues“, gab Justus zurück und lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf den Lernstoff. 

„Bei dir?, fragte er Bob, doch auch der Dritte schüttelte den Kopf, bevor er wieder in seinen Karteikarten versank. Kurz darauf machten sie sich auf den Weg zur Schule. 

Als sie sich am nächsten Tag erst mittags in der Zentrale trafen, waren die Symptome weg. Peter vergaß das Erlebnis, schließlich gab es mit Schule, Prüfungen und Sport genug zu tun, was all seine geistigen und körperlichen Kapazitäten beanspruchte. 

Seine allergische Reaktion wurde ihm jedoch bald wieder ins Gedächtnis gerufen. Peter holte seine Kollegen zuhause ab, um mit ihnen zur Schule zu fahren. Erst fuhr er wie gewohnt zu Bob, der direkt nach hinten in den Wagen kletterte, dann holten sie Justus beim Schrottplatz ab. 

Wenige Minuten auf engem Raum schienen auszureichen: Peter schniefte und wischte sich über die Nase. Plötzlich kam ein Kratzen im Hals dazu und seine Augen begannen zu tränen. 

„Schon wieder“, murmelte er und wischte sich über die Nase. „Hast du was gesagt, Zweiter?“, erkundigte sich Just, der in irgendeiner Abhandlung las. „Irgendwas ist komisch.“ „Hm“, kam es nur von Just, an dessen Tonlage man bereits merkte, dass er noch immer tief in seinen Gedanken steckte. 

„Auf irgendwas reagiere ich allergisch“, meinte Peter nur und sah sich um. Das hier war sein Wagen. Er hatte noch nie hier drin allergisch reagiert. Also konnte es nur an Bob oder Justus liegen. Er blickte zu seinen Freunden, aber da seine Augen so tränten, konnte er nichts Genaues erkennen. 

„Vielleicht sind es irgendwelche Gräser“, mutmaßte Bob, doch Peter wusste bereits, dass das nicht sein konnte. Kaum, dass sie in der Schule waren, wurde es besser. 

Einige Tage später traf es ihn erneut. An diesem Morgen war er mit dem Rad in die Schule gefahren, da er später als die anderen hin musste. So traf er Justus und Bob erst in der Mensa zum Mittagessen. 

Wenige Minuten später begannen die vertrauten Symptome. Peter blickte sich sofort um. Bob saß ihm gegenüber, aber Justus saß direkt neben ihm. Eigentlich reagierte Peter, soweit er wusste, nur auf Katzenhaare so heftig allergisch. Er betrachtete den ersten Detektiv genauer. 

Tatsächlich! Auf seiner Hose und am unteren Rand seines Oberteils befanden sich Katzenhaare. Es lag tatsächlich an Justus. Aber woher kamen die Katzenhaare? Und wieso schienen sie zwar regelmäßig, aber nicht täglich an Justus zu haften? 

„Sag mal, Just, habt ihr neuerdings Katzen auf dem Schrottplatz?“ Sein Freund sah auf. „Nicht mehr als die üblichen Streuner. Wieso fragst du?“ Peter bekam einen Niesanfall und brachte zügig so viel Abstand wie möglich zwischen sich und Justus. 

Als er ihn am nächsten Tag wieder traf, reagierte Peter gar nicht. Das war so seltsam. Wieso hatte Justus nur alle paar Tage Katzenhaare an sich? Gab es da ein Muster? 

Einige Tage später saßen sie auf Justus’ Bett, um einen Filmabend zu machen, wie sie es schon unzählige Male getan hatten. Es dauerte etwas länger, da Bob in der Mitte zwischen ihnen saß. Aber schlussendlich spürte Peter, wie ihm die Luft knapper wurde und er mal wieder tränende Augen bekam. 

„Was ist denn bei dir los?“, fragte Bob. „Ich habe Allergie“, erklärte er verschnupft. Bob grunzte und auch Justus lachte. „Das würde ich auch sagen“, neckte ihn Bob. „Schon gut, Zweiter. Dein Geheimnis ist bei uns sicher“, sprach Justus amüsiert. 

„Welches Geheimnis?“, fragte Peter irritiert. „Dass dich Independence Day zum Weinen bringt.“ „Pöh!“, meinte er nur beleidigt und verschränkte seine Arme. Wirklich tolle Freunde. 

Seine Gedanken kehrten zu seiner Allergie zurück. Warum reagierte er schon wieder? Und warum heute? Sie hatten erst vorgestern Abend den Film angefangen, waren dann aber eingeschlafen und wollten es heute nachholen. 

Gestern hatte Justus keine Zeit gehabt, und so hatten sie sich heute Abend erneut bei ihm eingefunden. Es war durchaus ungewöhnlich für einen Montagabend, aber auch nicht so selten. Und es erklärte immer noch nicht, warum er so reagierte. Und das auch erst heute. Vorgestern war doch noch alles in Ordnung in Justus’ Zimmer gewesen. 

Moment mal, dachte Peter. Wann waren seine anderen allergischen Schübe gewesen? Als er das erste Mal in der Zentrale reagiert hatte, hatten sie für die Englischarbeit gelernt und die war an einem Montag gewesen, das wusste er noch genau. 

Wie es danach bei der morgendlichen Fahrt zur Schule gewesen war, wusste es nicht mehr, aber es hätte ein Montag sein können. Seine Theorie wurde bestätigt, als er am kommenden Montag schon wieder in Justus’ Nähe das inzwischen vertraute Ziehen in seiner Luftröhre spürte. 

Montags! Immer montags traf es Peter und er entdeckte die Ursache schnell: Erneut war Justus’ unterer Shirtrand und Teile seiner Hose mit einigen feinen Katzenhaaren bedeckt. Woher kamen diese Katzenhaare? 

Peter wollte es genauer wissen. Was machte Justus Jonas Montagmorgens, dass er mit Katzenhaaren in die Schule kam? 

Peter stand am nächsten Montagmorgen um 4 Uhr auf und machte sich auf den Weg zum Schrottplatz. Eine Querstraße zuvor, stellte er sein Fahrrad ab, dann schlich er durch das rote Tor auf den Hof der Familie Jonas. 

Leise erklomm er die Regenrinne, die sich an der Hauswand zu Justus’ Zimmer empor schlängelte. Neugierig blickte er in das Zimmer hinein, das Licht der entfernten Straßenlaterne kam ihm zu Hilfe. 

Zimmer und Bett waren leer. Justus war nicht zuhause. Peter konnte es nicht glauben. Justus war am Montagmorgen nicht zu Hause? 

Peter kletterte wieder hinab und versteckte sich hinter einigen Brettern. Er musste bis 5:30 Uhr warten, da schob sich der erste Detektiv ebenfalls durch das rote Tor auf den Schrottplatz und verschwand in ihrer Zentrale. 

Peter konnte es noch immer nicht recht glauben. Hatte Justus die Nacht woanders verbracht? Da Peter auch heute Morgen im Auto allergisch reagierte, schien es so zu sein. Also musste er rauskriegen, wo Justus sonntags war. 

Leider wurde sein Plan durchkreuzt, da sie einen Durchbruch in ihrem aktuellen Fall hatten. Nach einer wilden Verfolgungsjagd, sowohl mit dem Auto als auch durch Peters körperlichen Einsatz, stellten sie ihren Verdächtigen schließlich weit nach Mitternacht, wo ihn Inspektor Cotta in empfang nahm. Sie alle fielen müde in ihre Betten. Es war der erste Montag, an dem Peter nicht allergisch auf Justus reagierte. Zumindest nicht, was eine Allergie anbetraf. 

Also musste es mit dem zu tun haben, was Justus Sonntagabends- oder auch -nachts tat. Jetzt musste Peter wieder eine Woche warten. Aber dann würde er endlich mehr wissen.

Und so legte sich Peter am kommenden Sonntagmittag auf die Lauer. Er musste länger warten als gedacht. Aber schließlich am frühen Abend verließ Justus tatsächlich das Haus und fuhr mit dem Fahrrad los. Das war an sich nichts Ungewöhnliches. Peter hängte sich in einigem Abstand daran. 

Es war nicht seine erste Verfolgungsjagd, dennoch war er besonders auf der Hut, denn Justus Jonas war nicht der Durchschnittstyp. Die Straßen von Rocky Beach waren Peter vertraut und so konnte er genügend Abstand waren; und auch als Justus den Weg in Richtung Seven Pines einschlug, was etwas außerhalb lag, kannte Peter sich noch gut genug aus. 

Rätselnd folgte er dem ersten Detektiv. Wo dieser wohl hinwollte? 

Schließlich wurde Justus langsamer und stieg ab. Er stellte sein Rad in einen kleinen Hof. Peter bremste etwas weiter entfernt und schloss sein Fahrrad an, während er Justus unentwegt beobachtete. Überrascht stellte er fest, dass er das Haus kannte, vor dem Just geparkt hatte. 

Es war Inspektor Cottas Haus, an dem Justus nun klingelte. Verblüfft sah Peter, wie sich die Türe bereits nach wenigen Sekunden öffnete und der Inspektor darin stand. Sofort schlüpfte Justus ins Haus und die Tür schloss sich wieder. 

Peter runzelte die Stirn. Sie hatten kaum mehr als ein „Hallo!“ wechseln können, so schnell war Justus im Haus verschwunden, also musste Cotta ihn erwartet haben. 

Während Peter langsam näher schlich und dabei genau darauf achtete, dass niemand aus dem Fenster sah, fiel ihm schlagartig etwas ein: Cottas Schwester Caroline, die bei ihm wohnte, hatte eine Katze. 

Die Hinweise verdichteten sich, dass Justus tatsächlich jeden Sonntag den Inspektor besuchte. Peter war maximal verwirrt. Warum denn das? Und wieso wussten er und Bob nichts davon?

???

Notes:

Du entscheidest, wie es weiter geht. :)

Magst du deine Enden süß, dann bist du bei Auflösung 1 genau richtig.
Liest du lieber etwas Unerwartetes, schau bei Auflösung 2 nach.
Sollte dir der Sinn nach etwas Romantischem stehen, dann ist Auflösung 3 die Richtige für dich.

Da vielleicht nicht jeder alle Enden liest, hier schon mal die Info: Wir lesen uns am Montag mit einem Fragment zu Folge 151 Die schwarze Sonne.