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Wir müssen zusammenarbeiten

Summary:

Aus irgendeinem Grund hatte Crowley schon immer ein besseres Gespür für Gerüchte als Aziraphale

Notes:

Übersetzt aus dem Englischen.
Originalautor: Ghostinthehouse
Work With Me Here ist Teil 9 der Serie Demon and Angel Professors
Eine Übersetzung ins Französische, von RossignolRainbow findet sich hier Professeurs Ange et Démon – 2e arc

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Beachtet bitte, dass Sprachen sich in vielen Weisen voneinander unterscheiden. Es gibt Formulierungen und Begriffe im Englischen, für die es keine direkte Übersetzung ins Deutsche gibt. So kann es sein, dass ein englisches Wort, zu einem deutschen Satz werden musste, um den Sinn beizubehalten.

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(See the end of the work for more notes.)

Work Text:


Wir müssen zusammenarbeiten


Aus irgendeinem Grund hatte Crowley schon immer ein besseres Gespür für Gerüchte als Aziraphale. Dieses Gespür war seiner der Wege, die Gerüchte über sich selbst im Auge zu behalten – und vielleicht selbst noch ein paar in die Welt zu setzen, falls es noch nicht genug gab.

Schon vor langer Zeit hatte er gelernt, wie man sich so unauffällig verhält, bewegt, präsentiert, so dass er in mitten im Raum stehen konnte ohne bemerkt zu werden.

Um ihn herum sprachen die Leute, ohne sich darüber Gedanken zu machen was er hören könnte. Während er selbst alles hörte und direkt herausfilterte was er benötigte.

Im Moment waren das, mehr Informationen über die Studenten, die ihre Kommilitonen dazu brachten, sich für die Treppe anzumelden. So trank er in Ruhe seinen Kaffee und legte sein Smartphone dorthin, wo man am besten und meisten hören konnte.

So sammelte er genug Informationen um die Studenten, die solche Unruhe verbreiteten, zu erkennen, wenn er ihnen begegnete. Was er jedoch am besten heraushörte, war – wen sie fragten. Womit er direkt wusste welchen Köder er ihnen vor die Nase halten musste, um sie herauszulocken.


Aziraphale – Süß, weich, sanftmütig, und dick. Sie würden vermutlich einen Blick auf ihn werfen und entscheiden, dass er die Treppen benutzen sollte um abzunehmen.

Als ob so etwas jemals etwas daran ändern würde, wer ein Mensch ist, oder zeigen würde was er wert war. (Alles – Er war Alles wert)

Crowley - zwar dünn, aber er würde den ‚eingeschränkt-oder-nicht‘-Test – ein Blick – bestehen, da er sich ohne sichtbare Hilfsmittel, oder offensichtliche Unterschiede zu anderen Personen (ergo nicht behindert, oder anderweitig eingeschränkt), durch die Gänge bewegt. Sie würden vermutlich sofort zu dem Schluss kommen, dass er keinen Grund hat, die Treppen nicht zu benutzen – außer Faulheit.

Als ob sie so etwas erkennen könnten indem sie ihn einfach ansahen. (Das könnten sie nicht. Niemand kann das)


Gemeinsam könnten sie das nutzen. Sie arbeiteten gut zusammen, konnten schnell aufeinander reagieren. Und wenn die Studenten, den Köder schluckten und zu ihnen kamen, nun… Er versteckte das leise knurren und die zusammengezogenen Lippen, indem er den letzten Schluck Kaffee trank und verschwand.


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"Ich weiß ja, dass du die lustigen Stücke bevorzugst", begann Aziraphale als er neben Crowley trat, "aber ich bin doch der Meinung, dass Shakespeare mit ‚Hamlet‘ eine hervorragende Arbeit geleistet hat."

Es war eine altbekannte Diskussion, die mit der Zeit und der Wiederholung derart abgenutzt wurde, dass beide sich leicht darüber ‚streiten‘ konnten, während sie in Gedanken bei völlig anderen Dingen waren.

(„Gib mir keine Details“, hatte Aziraphale gesagt, als Crowley ihn anrief um das Treffen zu arrangieren. „Ich muss in der Lage sein, ehrlich zu reagieren.“)


"Ach, armer William", witzelte Crowley, "ich kannte ihn gut."

Trotz dass er stur geradeaus sah, seine Lippen wie immer zu einer schmalen Linie gepresst, flackerte sein Blick – gut versteckt hinter seiner verdunkelten Brille – immer wieder zu seinem Engel. Dieser war wie immer an seiner Seite, so dass er zwischen ihm und der Wand lief. Auf diesem Weg hatte er zu beiden Seiten leicht Unterstützung, wenn er welche brauchte.


"Ein Bursche von unendlichem Witz und exzellentem Einfallsreichtum!", echote Aziraphale, halb Zitat*, halb Zustimmung. "Er hatte ein ausgezeichnetes Verständnis dafür, wie Menschen funktionieren und dadurch, wie sie interagieren… Und ‚Hamlet‘ zeigt einiges davon in Perfektion..."

Crowley ließ den bekannten Redeschwall über sich ergehen, genoss das Gefühl von Sicherheit das aus der Vertrautheit wuchs. Gelegentlich, dort wo es erwartet wurde, warf er ein Wort ein, während er sich im Inneren für die bevorstehende Konfrontation wappnete.

Er hoffte nur, dass Aziraphales ‚ehrliche‘ Reaktion eine gute war. Er könnte auch selbst übernehmen, wenn es denn sein müsste… Aber wenn der nette, gute Dr. Fell es tat, war es seiner Meinung nach sicher stärker und länger anhaltend.


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Dort wo die Gänge zu Aufzügen und Treppen sich kreuzten herrschte ziemliches Gedränge, hier gab es viele, viele Leute, die man einfangen und bitten konnte sich anzumelden.

Die beiden Studenten waren sich sicher das Richtige zu tun. Sie würden der Umwelt helfen und zeitgleich die Menschen zu einer gesünderen Lebensweise leiten.


Ein Paar ältere Gesichter stachen aus der Menge an Studenten heraus. Die Professoren Dr. Fell und Dr. Crowley. Wobei Dr. Crowley an der Wand entlang schlenderte, mit Dr. Fell, der versuchte auf den kürzeren Beinen mitzuhalten, an seiner Seite, in eine Unterhaltung über Shakespeare vertieft.

Nun, Dr. Fell unterhielt sich über Shakespeare und ließ Dr. Crowley kaum zu Wort kommen. Dies war einer dieser Fälle bei denen irgendeine arme Person unter einer von Dr. Fells berüchtigten Informtionsfluten zu leiden hatte. Armer Kerl.


Er würde vermutlich froh über die Unterbrechung sein, außerdem wusste jeder, dass Dr. Fell selbst einer der freundlichsten aller Engel war. Es sollte ein Leichtes sein, hier ein paar Unterschriften zu bekommen.

Mit einem Lächeln und ein Klemmbrett traten sie gemeinsam vor.

Notes:

* Hamlet, Akt 5, Szene 1, Zeilen 172-174