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Was habt ihr denn erwartet?

Summary:

Es war allgemein bekannt, dass niemand den lieben Dr. Fell auch nur im Traum verletzen würde oder sollte. Aber sie hatten es getan, irgendwie, und niemand wusste, wie.

Notes:

Übersetzt aus dem Englischen.
Originalautor: Ghostinthehouse
What Did You Expect? ist Teil 11 der Serie Demon and Angel Professors
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Beachtet bitte, dass Sprachen sich in vielen Weisen voneinander unterscheiden. Es gibt Formulierungen und Begriffe im Englischen, für die es keine direkte Übersetzung ins Deutsche gibt. So kann es sein, dass ein englisches Wort, zu einem deutschen Satz werden musste, um den Sinn beizubehalten.

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Work Text:


Was habt ihr denn erwartet?


Crowleys Knie zitterte und knickte unter ihm ein, gerade als er den Aufzug betreten wollte. Mit einem Arm und der Schulter stützte Aziraphale ihn, so dass er lediglich leicht stolperte. Sie schafften die wenigen Schritte bis zum Geländer gemeinsam, sobald es möglich war verlagerte Crowley sein Gewicht auf diese und umklammerte sie verkrampft.

Die Türen schlossen sich hinter ihnen, mit ihnen – und einem jungen Studenten, wie Crowley verspätet feststellte – im Inneren.

Der junge Student starrte. Diese Angst war ihm vertraut. … Der gemobbte Junge. Richtig.

Er konnte praktisch sehen, wie die Rädchen, hinter den verängstigten Augen, sich drehten, als er zwischen ihnen beiden hin und her sah und die Vertrautheit bemerkte, die zwischen ihnen herrschte. Eine Vertrautheit, so tief, dass Dr. Fell genau wusste, wie er Dr. Crowley unterstützen konnte, und Dr. Crowley dies auch zulassen konnte.

Aziraphale blinzelte verwirrt über den Blickaustausch, verstand nicht was los war (das passierte ziemlich häufig). „Stimmt etwas nicht? Er ist doch nicht viel schwerer als ein paar Kisten voller Bücher, und die trage ich auch ständig."


Crowley löste eine Hand gerade lange genug vom Geländer, um dem Jungen eine Münze zuzuwerfen.

"Setzen Sie doch eine Wette auf uns ab", sagte er trocken, "bevor es jemand anderes mitbekommt." Und dann, etwas leiser: "Sie sollten jetzt vor ihnen sicher sein."

Der junge Student verfehlte die Münze, die klimpernd zu Boden fiel. Verängstigte Augen starrten sie einen Moment an, als etwas kaum lesbares über sein Gesicht flackerte.


Crowley warf Aziraphale einen Blick zu. Dieser bückte sich nach der Münze und bot sie mit offener Hand an. „Bitte sehr, hier.“

"Danke." Der Junge nahm die Münze mit der dünnen Hand und steckte sie ein, dann blickte er misstrauisch zu Aziraphale auf. "Ich wusste nicht, dass Sie die Fahrstühle benutzen, Dr. Fell."

"Gelegentlich, mein Lieber." Das sanfte Lächeln noch ein wenig angestrengt. Crowley erkannte die Wut, die immer noch da war, wenn auch unterdrückt um den Jungen etwas zu beruhigen. „Und in guter Gesellschaft.“

“Oh… Ok.“ Ein Teil der Angst fiel von ihm ab, ließ nur noch ein wenig Anspannung zurück. Und ein schüchternes, verschwörerisches Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ich werde nichts verraten… Zumindest nicht, biss ich die Wette abgeschlossen hab.“


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Dr. Fells ‚Explosion‘ war noch wochenlang das Hauptthema der Gerüchteküche, begleitet von einem Schaudern, wenn sich die Leute ausmalten, wie viel schlimmer es hätte werden können, hätte Dr. Crowley seine Drohung wahrgemacht. Sein Blick war schon schlimm genug, und dann die – man könnte es ‚Zähnefletschen‘ nennen – Art, mit der er seine Pflanzen und Schüler bedachte, wenn sie nicht auf der Höhe waren... Mehr als das…


Es war allgemein bekannt, dass niemand den lieben Dr. Fell auch nur im Traum verletzen würde oder sollte. Aber sie hatten es getan, irgendwie, und niemand wusste, wie. Sie wussten, was gesagt worden war. Dies war bis ins endlose zerpflückt worden. Aber sie kamen nicht auf das Warum und Wie.

Die beiden Studenten, die die Kampagne angestoßen – und dafür, sinnbildlich gesprochen – in der Luft zerrissen worden waren, wurden immer mehr ausgeschlossen. Jeder fühlte sich unwohl in ihrer Nähe, allein aus Furcht, dass so etwas wieder passieren würde. So kehrte einjeder wieder zu seinen Gewohnheiten zurück und benutzte Treppen oder Aufzug oder beides.

Den beiden Studenten gefiel das ganz und gar nicht.


"Damit ich das richtig verstehe", hakte eine der Studentinnen nach, die sie gehört hatte. "Ihr habt Dr. Crowley und Dr. Fell zusammen getroffen, beide gebeten, sich anzumelden, und als sie ablehnten, habt ihr erklärt, dass die Leute, die sich nicht anmelden, Faulpelze sind, die einen Vorteil daraus ziehen, wo sie es nicht sollten. Und jetzt habt ihr die Frechheit, sich ausgerechnet über die Reaktion von Dr. Fell zu beschweren?"


Sie sahen sich gegenseitig an und dann schmollend zu Boden.


"Ach, hört auf damit", brummte sie. "Ihr habt seinen geliebten Mann praktisch vor seinen Augen beleidigt, was habt ihr erwartet?"

"Haben wir nicht! Das würden wir nicht..."

Sie warf ihnen einen verächtlichen Blick zu. "Dr. Fells Mann benutzt die Aufzüge. Und ihr habt ihn, wie war das noch? … einen ‚Faulpelz‘ genannt, ‚der sich Vorteile verschafft, wo er sie nicht haben sollte‘?"


Sie starrten sie schockiert und zunehmend entsetzt an. Das hatten sie.


"Ganz genau."

"Das haben wir nicht gewollt. Wir wissen ja nicht einmal, wer sein Mann ist."

"Ich verstehe." Ein kurzer Satz voller Verständnis. "Dann… Wünsch ich euch viel Glück bei der Entschuldigung." Und damit humpelte sie davon.